Feeds:
Artikel
Kommentare

Kirchengemeinden im Sprengel Hildesheim-Göttingen können Gottesdienst mit Landessuperintendent Eckhard Gorka inklusive Kirchencafé gewinnen.

Hildesheim. Am 18. März 2012 werden in allen Kirchengemeinden der Hannoverschen Landeskirche neue Kirchen- und Kapellenvorstände gewählt. Für die Kirchen- und Kapellengemeinden im Sprengel Hildesheim-Göttingen gibt es dazu eine besondere Aktion von Landessuperintendent Eckhard Gorka:

Die drei Kirchengemeinden mit der kreativsten Idee, um möglichst viele Menschen am 18. März zur Wahl zu motivieren, gewinnen einen Gottesdienst mit dem Landessuperintendenten in ihrer Kirche.

Eckhard Gorka wird dabei nicht nur die Predigt vor Ort übernehmen. Im Gewinnpaket enthalten sind zudem Kaffee und Kuchen für ein Kirchencafé im Anschluss an den Gottesdienst und die Öffentlichkeitsarbeit. Wenn von der jeweiligen Kirchengemeinde gewünscht, ist auch eine besondere musikalische Gestaltung des Gottesdienstes Teil des Gewinns.

Landessuperintendent Gorka predigt in den Kirchengemeinden mit den kreativsten Ideen zur KV-Wahl. Und er bringt sogar Kaffee und Kuchen mit.

Die Menschen, die sich für die Arbeit im Kirchenvorstand zur Verfügung stellen, übernehmen eine große Verantwortung in unserer Kirche. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Gemeindeglieder durch den Gang ins Wahllokal am 18. März deutlich machen: Wir unterstützen unsere Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in ihrer anspruchsvollen Arbeit!“ erklärt der leitende Theologe des Sprengels Hildesheim-Göttingen.

Prämiert wird in erster Linie die ungewöhnliche Aktion, um Menschen zum Wählen zu bewegen. Die prozentuale Wahlbeteiligung in einer Kirchengemeinde spielt nur eine nachgeordnete Rolle.

Mitmachen können alle Kirchen- und Kapellengemeinden im Sprengel Hildesheim-Göttingen. Eine kurze Dokumentation der Aktion zur KV-Wahl (Text und Bild oder Film) ist bis zum 31. März 2012 per Post oder E-Mail an die Landessuperintendentur in Hildesheim zu schicken. Eine Jury wird dann die drei Gewinner-Kirchengemeinden auswählen.

Postadresse: Landessuperintendentur des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Michaelisplatz 3 A, 31134 Hildesheim

E-Mail: Lasup.hildesheim-goettingen@evlka.de

Fax: 05121 – 32249

Den Musterbewerbungsbogen gibt es hier: Muster_KV_Aktion

Luther und Bach – Katechismus in Wort und Musik- Veranstaltungsreihe zum Jahr der Kirchenmusik 5. Februar – 16. März 2012

 

Luther meets Bach in Holzminden, Bodenwerder und Umgebung

Holzminden/Bodenwerder. Am Sonntag, dem 5. Februar kann man um 18 Uhr in der Stadtkirche St. Nicolai Bodenwerder die Gesamtaufführung von Johann Sebastian Bachs Drittem Teil der Clavierübung hören. Kreiskantorin Christiane Klein musiziert Bachs größten Orgelzyklus in einem mit Pause etwa zweistündigen Konzert.

Ein ausführliches Programmheft gibt Hinweise auf die großartige Architektur dieses Werkes und Einblicke in die 27 Einzelsätze des musikalischen Predigers Bach.

Das Konzert ist der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder zum Themenjahr „Kirchenmusik“ auf dem Weg zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ 2017. Martin Luthers „Katechismus“ und Bachs III. Teil der Clavierübung – beide Schwergewichte der Kirchengeschichte – führen zu den Wurzeln und wesentlichen Inhalten des lutherischen Bekenntnisses. Jeweils ein Thema wird theologisch und musikalisch vorgestellt, mit den Teilnehmern kreativ beleuchtet und auf die heutige Zeit bezogen. Dazu gehört das gemeinsame Singen der reformatorischen Gesänge und einem modernen Gegenüber ebenso wie die Diskussion über glaubens- und gemeindepraktische Fragen. Zum Abschluss wird jeweils ein kurzer Gottesdienst gefeiert mit Lesung, Gebet, den vorher gesungenen Liedern und Bachs Orgelstücken.

Jeder Abend dauert etwa zwei Stunden und wird gestaltet von Kreiskantorin Christiane Klein in Zusammenarbeit mit den Pastorinnen und Pastoren der gastgebenden Gemeinden und einigen Kirchenchören. Der Eintritt ist frei.

Wer einmal in konzentrierter Form über zentrale Themen unseres evangelisch-lutherischen Glaubens nachdenken und dabei einen viele Sinne ansprechenden Abend erleben möchte, findet hier das richtige Angebot – ob als Einzelveranstaltung oder als Reise durch den Kirchenkreis in acht Etappen.

Hier gibt es die Konzerttermine zum Download: Plakat_Luther_Bach_Holzminden_2012

 

 

Ordinationsgottesdienst in der Innerstetal-Gemeinde findet viel Zuspruch und lebt von seiner lockeren Atmosphäre.

Der frischgebackene Pastor Thorsten Buck mit Superintendentin Katharina Henking und Landessuperintendent Eckhard Gorka.

HEINDE. „Spüren Sie das auch? Diesen Glanz?“ Diese Fragen spiegelten zum einen die Begeisterung von Pastor Henning Forwergk wider, der den Ordinationsgottesdienst auf dem Heinder Kirchberg eröffnete. Schon das proppenvolle Kirchenschiff legte Zeugnis über die Freude der Gemeinde ab, die ein gutes Jahr ohne festen Seelsorger auskommen musste. Forwergk führte seinen Nachfolger Thorsten Buck ein und beendete damit auch gleichzeitig seine Vakanz-Tätigkeit.

Es ist immer etwas ganz Besonderes, wenn ein Vikar zum Pastor ordiniert wird, sozusagen von der Ausbildung in den Status des „Ausgelernten“ wechselt. Die Ordination ist nicht nur für den Betreffenden, wie jetzt für den 33-jährigen Thorsten Buck, ein großes Fest, sondern auch für die Gemeinde, in der der frischgebackene Pastor seinen Dienst versehen wird, und die Kirche an sich. Das zeigte sich daran, dass, wie in solchen Fällen üblich, Landessuperintendent Eckhard Gorka, die Predigt hielt. Als Sprengeloberhaupt war er auch für die Ordination zuständig. Selbstverständlich durfte auch Kirchenkreis-Superintendentin Katharina Henking nicht fehlen. Das Bild vervollständigten Weggefährten Thorsten Bucks, die als Zeugen die Ordination begleiteten.

In seiner Begrüßung nahm Henning Forwergk also auf diesen besonderen Tag Bezug, der seinen Glanz auch „trotz des Nebels und der Kälte“ verbreiten würde und hoffentlich auch eine „Ausstrahlung in das Leben“ fände. Ganz nebenbei prägte er ein Synonym für die Ordination: Thorsten Buck werden zum Pastor gemacht, also quasi „pastörisiert“. Dieser Formulierungskniff sorgte für unüberhörbare Erheiterung und vor allem auch für eine Auflockerung. Trotz allen Glanzes und aller Bedeutungsschwere war es ein angenehm lockerer und freudiger Gottesdienst.

Landessuperintendent Gorka freute sich mit der Gemeinde, dass nun wieder „Leben im Pfarrhaus“ sei. Doch ein weinendes Auge habe er auch. Schließlich sei dieses Ensemble auf dem Kirchberg eines der schönsten in der ganzen Region und er habe schon vorgehabt, sich selbst auf die Stelle des Gemeindepfarrers zu bewerben, erklärte er. „Man muss auch gönnen können“, sagte er augenzwinkernd als Grund dafür, dass er es doch nicht in die Tat umgesetzt hatte.

Nach einem kurzen Flug durch die Biographie des neuen Pastoren legte Eckhard Gorka anhand des Ordinationstextes, den Buck sich ausgesucht hatte, dar, was das Pastorendasein ausmacht. Es sei „ein Geschenk des Glaubens, sich behütet und beschirmt“ fühlen zu können, wie es im 91. Psalm heißt. Doch in Zeiten des Wandels und der Beschleunigung sei vor allem auch eine wache Wahrnehmung gefordert und die Pastoren als Vermittler dessen, was „Glauben“ bedeutet.

Nach der Verlesung der Urkunde durch Superintendentin Henking nahm Eckhard Gorka zusammen mit den Zeugen, größtenteils Weggefährten Thorsten Bucks wie zum Beispiel Pastor Christian Ceconi aus Hildesheim, die Ordination vor. Dabei bekam der junge Pastor viele gute Wünsche und gutgemeinte Aufträge mit auf seinen Weg. Danach durfte der frischgebackene Gemeindechef gleich selbst in Aktion treten. Nicht nur die Fürbitten standen unter seiner Regie, er griff auch gleich zur Gitarre und spielte zusammen mit der Singgruppe das letzte Lied des Gottesdienstes, bevor er den Segen erteilte.

Nach dem Gottesdienst blieb die Gemeinde größtenteils zusammen und feierte im Kirchenschiff den Anlass mit allen Beteiligten, die sich, nun in Zivil, auch wieder unter die Menschen gemischt hatten. Grußworte von Vertretern der Politik und verschiedener Institutionen und kleine Geschenke für Thorsten Buck und seine Familie standen dabei im Mittelpunkt. Da war wirklich Leben auf dem Kirchberg.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Claus Kohlmann)

Der Gemeindeverband Hildesheim-Ost stellt sich in St. Matthäus seinen Gemeindemitgliedern vor.

Superintendent Helmut Aßmann (zweiter von rechts) mit dem Verbandsvorstand (von links): Gabriele Fürstenberg, Pastorin Doris Escobar, Pastor Rainer Schwartzkopff, Gisela Graf (in Vertretung), Kornelius Gütter, Pastor Werner Hinz, Petra Schäfer und Axel Hanebeck.

Hildesheim. Es stehen gleich drei Pastoren vor der Kanzel an diesem Sonntagmorgen in der St. Matthäuskirche und sprechen den Gottesdienstablauf ab. Und während es vor den Fenstern schneit und sich elf Sternenkinder für ihren musikalischen Auftritt vorbereiten, rücken nicht nur die Besucher zusammen – sondern auch die Gemeinden. Was vor etwa einem Jahr beschlossen wurde, ist nun umgesetzt worden: Die Gemeinden Katharina-von-Bora, Matthäus und Paul Gerhardt sind seit dem 1. Januar 2012 zum „Evangelisch-lutherischen Gemeindeverband Hildesheim-Ost“ verschmolzen.

„Ich freue mich, dass wir diesen Prozess, der ja gar nicht so lange gedauert hat, so geschwisterlich, kollegial und vertrauensvoll miteinander hinbekommen haben – und ohne Blessuren“, sagt Doris Escobar. „Aber wir haben ohnehin schon immer gut und eng zusammengearbeitet, es war also für uns ein sinnvoller Schritt.“ Vor allem, das betont die Pastorin der Katharina-von-Bora-Gemeinde, ein freiwilliger. „Es war unsere eigene Idee, das ist nicht von oben vorgegeben worden.“

Die Vorteile liegen für Pastor Rainer Schwartzkopff, ihrem Kollegen an Paul-Gerhardt, auf der Hand: „Unsere nicht-geistlichen Mitarbeiter, also Küster, Sekretärinnen, Kirchenmusiker, werden jetzt vom Verband angestellt. Bei weiteren Einsparungen können wir also Stellen retten, weil unsere Mitarbeiter ein flexibleres Einsatzgebiet bekommen.“ In Zukunft soll gemeinsam Rechnung geführt und ein gemeinsamer Gemeindebrief herausgegeben werden. Ein weiteres mittelfristiges Ziel ist die Zusammenlegung der Gemeindeverwaltungen und der Pfarrbüros.

Schon jetzt zeigen sich für Pastorin Doris Escobar die positiven Auswirkungen. „Für unseren Glaubenskurs für Erwachsene benötigen wir zum Beispiel 30 Ehrenamtliche, die würden wir aus den Einzelgemeinden gar nicht mehr zusammenbekommen.“ Auch die Jugendarbeit und der Konfirmandenunterricht ist jetzt eine gemeinsame Aufgabe. „Damit erweitern wir für die Jugendlichen unser Angebot“, erklärt Pastor Werner Hinz aus Matthäus. „Sie können sich die einzelnen Modelle aussuchen. Bei mir zum Beispiel findet der Unterricht im Block einmal im Monat statt, bei der Kollegin Escobar einmal pro Woche.“ Von Konkurrenzdruck kann also keine Rede sein – ganz im Gegenteil. Zusammenarbeit wird auch auf ökumenischer Ebene angestrebt. „Es ist ja etwas ganz Besonderes, dass wir so eine enge Verbindung mit der katholischen Lieb-Frauen-Gemeinde haben, die etwa so groß ist wie unser Verband. Das möchten wir auf jeden Fall auch ausweiten“, sagt Pastor Rainer Schwartzkopff.

Um die gemeinsamen Anliegen kümmert sich nun ein Verbandsvorstand, der sich aus den Pastorinnen und Pastoren und Mitgliedern der Kirchenvorstände zusammensetzt. An diesem Morgen beim Gottesdienst stellt er sich vor, lässt sich segnen und die sicher nicht leichten Aufgaben für die Zukunft übergeben. Keine Kleinigkeit, wie auch Superintendent Helmut Aßmann weiß, der die Gelegenheit nutzt, sich von Kirchenkreisseite aus für die geleistete Arbeit zu bedanken. „Es ist für uns ein Geschenk, dass sie sich aus freien Stücken auf diesen Weg gemacht haben, nicht in vorauseilendem Gehorsam, sondern aus Gründen normaler Vernunft.“

Der Anlass für die Regionalisierungen, für Fusionen und die Schaffung von Gemeindeverbänden liege ja auf der Hand. Aßmann: „Uns fehlt schlicht das Geld. Aber dass wir auf diese Weise Geld einsparen, ist ein Zeichen von Wahrhaftigkeit in einer Gesellschaft, die aufs Schuldenmachen angelegt ist. Und wenn wir einmal anfangen, uns neuen Ideen, neuen Konzepten zu öffnen, erschließen sich auch völlig neue Spielräume.“ Kirche müsse sich den verändernden Bedingungen anpassen, so Superintendent Aßmann, sie dürfe nicht darauf beharren, dass alles so bleibe, wie man es gewohnt sei. „Gott ist keiner, der stehenbleibt“, sagt der Superintendent zu den vorbildlich zusammengerückten Gemeinden, deren Gemeinschaftsgefühl deutlich spürbar ist. „Und es kann gut sein, dass uns bei dieser Bewegung auf neuen Wegen eine große Freiheit ins Haus steht, die wir nutzen sollten.“

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (André Mumot)

von Landessuperintendent Eckhard Gorka, Hildesheim

Landessuperintendent Eckhard Gorka, Hildesheim

Landessuperintendent Eckhard Gorka, Hildesheim

Liebe Kirchenmitglieder in den Kirchen- und Kapellengemeinden unseres Sprengels Hildesheim-Göttingen,

am 18. März 2012 wählen Sie alle in Ihren Gemeinden die Kirchen- und Kapellenvorstände.
Viele in der Gemeindearbeit aktive Frauen und Männer haben schon ihre Bereitschaft erklärt, sich zur Wahl zu stellen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Es gibt aber auch Gemeinden, in denen noch dringend Kandidatinnen und Kandidaten gesucht werden.
Deshalb bitte ich gerade die Kirchenmitglieder in diesen Gemeinden herzlich, sich zu überlegen, ob sie Verantwortung mittragen wollen und sich ebenfalls zur Wahl stellen.
Nur mit möglichst gut und zahlreich besetzten Kirchenvorständen kann es gelingen, kirchliches Leben vor Ort in aller Vielfalt und Offenheit zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Kirchliches Leben in unseren Kirchen- und Kapellengemeinden verändert sich zur Zeit in sehr unterschiedlicher Weise.
Helfen Sie mit, dass wir als Kirche auch in Zukunft vor Ort bleiben und lebendig und fröhlich Gottes frohe Botschaft verkündigen können.

Ihre Kirche vor Ort braucht Sie!

Herzlichst,
Ihr Eckhard Gorka

Informationen zur Kirchenvorstandwahl finden Sie hier: www.gemeinde-stark-machen.de/de/hannover

Bischof Ralf Meister predigte beim Festgottesdienst am 15. Januar 2012 /Erste Kirchen-App in der Hannoverschen Landeskirche

Vollbesetzt war das Hamelner beim Eröffnungsgottesdienst zum Jubiläumsjahr. Bild: Münster-Kirchengemeinde Hameln

Hameln. Das Hamelner Münster St. Bonifatius kann im Jahr 2012 auf eine 1200-jährige Geschichte zurückblicken. Die Münster-Gemeinde und der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Hameln-Pyrmont nehmen dies zum Anlass unter dem Motto “Licht am Fluss”das Jubiläum gebührend zu feiern. Landesbischof Ralf Meister hielt beim Festgottesdienst zum Auftakt am Sonntag, 15. Januar, im Münster die Predigt.  Nach den Grußworten wurde die Installation “Licht am Fluss” des Künstlers Werner Koch eröffnet. Projektkoordinator Pastor Dirk Jonas  führte in die Installation ein, die bis zum 3. April in Nord- und Südschiff des Münsters zu sehen sein wird.

Ein ganz außergewöhnliches Geschenk hat sich Medien31 für das  Hamelner Münster St. Bonifatius ausgedacht. Medien31, eine Tochter der Deister- und Weserzeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co KG, hat für das Jubiläum die Smartphone-App „Licht am Fluss“ entwickelt. Damit gilt das Münster nicht nur als Erbe ältester Kirchengeschichte Niedersachsen, sondern hat jetzt auch die erste App im Bereich der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Neben Impressionen vom Münster und den wichtigsten Kontaktdaten bietet die App vor allem den aktuellen Veranstaltungskalender fürs Jubiläumsjahr. Ob zu Hause oder unterwegs, überall kann man sich nun stets informieren, was wann und wo an Programm geboten wird. Erhältlich ist die Münster-App kostenlos im iTunes-App-Store oder Android-Market.

Das komplette Programm des Jubiläumsjahres ist im Internet auf der Homepage des Münsters unter http://www.muenster-hameln.de/muenster-jubilaeum/index.htm abrufbar.

Weitere Informationen gibt es bei Pastor Simon Pabst, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont, Grohnder Str.44, 31860 Emmerthal, Tel.: 05155-8103, Mobile: 0176-41411827, simon_pabst@yahoo.de.

Stellenplanung für die Jahre 2013 bis 2016 weitgehend verabschiedet.

Herzberg. „Das war heute ein historischer Beschluss,“ fasste Superintendent Volkmar Keil (Herzberg) das wichtigste Ergebnis der ersten Sitzung des Kirchenkreistags der Kirchenkreises Herzberg am 13. Januar 2012 im Herzberger Martin-Luther-Haus zusammen. Mit der endgültigen Annahme der Vereinbarung über die Fusion der Kirchenkreise Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode zum 1.1.2013 machte der Kirchenkreistag den Weg frei für die Gründung des neuen gemeinsamen Kirchenkreises.

Historischer Beschluss des Kirchenkreistags: Am 1.1.2013 entsteht der neue Harzer Kirchenkreis.

Wie schon im vergangenen Jahr beschlossen worden war, wird Osterode Sitz der Superintendentur. Erster Superintendent des Kirchenkreises wir der bisherige Herzberger Superintendent Volkmar Keil. Er ist als leitender Geistlicher dann zuständig für 50 Kirchengemeinden und 2 Kapellengemeinden mit ca. 70.000 Gemeindegliedern, die im neuen Kirchenkreis zusammenarbeiten. In seinem Leitungsamt soll Keil von zwei Stellvertretern unterstützt werden, die aus den Altkirchenkreisen Herzberg und Clausthal-Zellerfeld kommen.
Der Name des neuen Kirchenkreises steht noch nicht fest. Wie Ingrid Baum, Vorsitzende des Kirchenkreistags, erklärte, wird es zur endgültigen Namensfindung eine gemeinsame Sitzung der Kirchenkreistage aus Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode am 23. März 2012 in Herzberg geben.

Zweiter wichtiger Beschluss des höchsten Gremiums des Kirchenkreises war die Stellenplanung für die Jahre 2013 bis 2016. Aufgrund der Fusion gibt es erstmals eine Stellenplanung für den Gesamtkirchenkreis. Wie bereits bei der letzten Sitzung des Kirchenkreistags im November 2011 vorgestellt, wird es für den Altkirchenkreis Herzberg insgesamt Kürzungen im Umfang von einer Pfarrstelle geben. Für die Region Herzberg (Herzberg, Lonau, Sieber, Pöhlde, Scharzfeld, Elbingerode, Hörden, Hattorf) ergibt sich eine Kürzung um 0,25 Pfarrstellen. Im Eichsfeld (Duderstadt, Hilkerode, Gieboldehausen und Wollershausen) und in Bad Sachsa fallen jeweils 0,25 Pfarrstellen weg, ebenso durch das Auslaufen der Jugendkirche in Bad Lauterberg. Zudem werden ab 2014 mit dem Ruhestand von Pastor Dr. Friedrich Seven die Kirchengemeinden Scharzfeld und Pöhlde im Rahmen einer pfarramtlichen Verbindung zusammenarbeiten. Zuständiger Seelsorger für beide Kirchengemeinden wird der Pöhlder Pastor Andreas Schmidt sein.
Ein Aufschub wurde den Kirchengemeinden der Bäderregion (Bad Sachsa, Steina, Bad Lauterberg, Barbis, Osterhagen und Bartolfelde) eingeräumt. Hier arbeiten die Kirchengemeinden bis Juni 2012 in einem moderierten Prozess daran, ein Konzept für die optimale Aufteilung der insgesamt 4,25 Pfarrstellen in der Region zu erstellen.

Ebenfalls verabschiedet wurden die Entwürfe zu den sogenannten Grundstandards, die die Stellenplanungen inhaltlich für die Bereiche Kirchenmusik, Jugendarbeit, Diakonie, Verkündigung und Leitung des Kirchenkreises näher beschreiben.

Weiter fassten die Delegierten einen Beschluss zur Fusion der Kirchenkreisämter Osterode und Northeim. Nach den Kriterien, die die Landessynode, das höchste beschlussfassende Gremium der Landeskirche, beschlossen hat, ist das Kirchenkreisamt Osterode langfristig zu klein, um selbstständig weiterzubestehen. Mit großer Mehrheit sprach sich der Kirchenkreistag dafür aus, eine Fusion mit dem Kirchenkreisamt des Kirchenkreises Leine-Solling in Northeim erst zum 1.1.2019 durchzuführen. Gerade für die Anfangszeit des neuen gemeinsamen Kirchenkreises sei eine eigenständige Verwaltung dringend notwendig, betonte Superintendent Volkmar Keil. Zudem plädierten die Kirchenkreistagsmitglieder dafür, auch über 2019 hinaus Osterode als kirchlichen Verwaltungsstandort zu erhalten.

Superintendent Keil bei seinem Bericht vor dem Kirchenkreistag Herzberg.

In seinem Bericht am Ende der Kirchenkreistagssitzung stellte Superintendent Keil die große Bedeutung der Ehrenamtlichen für die gottesdienstliche Versorgung in der Zukunft heraus. Im neuen gemeinsamen Kirchenkreis werde es insgesamt 24,75 Pfarrstellen geben, aber schon jetzt hielten 44 Ehrenamtliche als Lektoren und Prädikanten selbstständig Gottesdienste. Nur so sei eine flächendeckende Versorgung aller Kirchengemeinden möglich.
Die Personallage im Kirchenkreis sei im Hinblick auf die Pastorinnen und Pastoren durch Krankheitsfälle und Elternzeiten weiterhin angespannt, so Keil. Allerdings ergäbe sich durch die Wiederbesetzung der halben Pfarrstelle in Lindau/Bilshausen (Eichsfeld) zum 1.3.2012 mit Pastorin Hutter eine Besserung. Weiter wies der leitende Geistliche des Kirchenkreises auf die Kirchenvorstandswahlen in allen Kirchengemeinde am 18. März hin. Die Arbeit in den Kirchenvorständen sei entscheidend für die Gestaltung des kirchlichen Lebens vor Ort und im Kirchenkreis, sagte Keil.

Ein weiterer Höhepunkt für den Kirchenkreis wird nach Aussagen des Superintendenten der Tag der Niedersachsen von 13. bis 15. Juli 2012 in Duderstadt sein. Allen Kirchengemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises wird es dort möglich sein, sich auf einem Markt der Möglichkeiten den bis zu 300.000 Besucherinnen und Besuchern zu präsentieren. Dieses sei „eine einmalige Chance, die es sobald nicht wieder gibt.“ Ein Highlight wird der Open-Air-Gottesdienst in Duderstadt am Sonntag Morgen (15. Juli 2012) sein, an dem Landesbischof Ralf Meister und Landessuperintendent Eckhard Gorka (Hildesheim) teilnehmen.

Abschließend sagte Keil in Anlehnung an die Jahreslosung 2012 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, dass er überzeugt sei, dass auch in für die Kirche schwierigen Zeit und Prozessen, viel segensreiches Handeln in den Kirchengemeinden entstehe und auch in Zukunft entstehen werde.

Benjamin Simon-Hinkelmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Herzberg

Gründungsgottesdienst für den evangelischen Gemeindeverband Leinetal Elze-Eime

Elze. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Peter-und-Paul-Kirche in Elze haben die Christen aus dem Leinetal die Gründung eines Gemeindeverbandes gefeiert. Rund 7500 Christen aus der Stadt Elze und dem Flecken Eime wollen in Zukunft näher zusammenrücken.

Die Zukunft wollen sie Hand in Hand gestalten: Pastor Dirk Glanert, Stefan Scherer, Superintendent Christian Castel, Pastor Thomas Guddat und Pastorin Marita Meixner-Andersohn.

Zwar wurde der entsprechende Vertrag schon im Mai 2011 unterschrieben – wirklicher Beginn könne aber erst ein Gottesdienst sein, sagte die Elzer Pastorin Marita Meixner-Andersohn. Die Pastoren der beteiligten Gemeinden feierten den Gottesdienst gemeinsam: Neben Pastorin Meixner-Andersohn sind das Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, der in Elze auch als Pastor tätig ist, sowie Dirk Glanert, Pastor in den Gemeinden Mehle-Sehlde, Esbeck und Wülfingen, und Pastor Thomas Guddat, zuständig für die drei Gemeinden in den fünf Ortschaften des Flecken Eime. Thomas Guddat ist auch Vorsitzender im Vorstand des neu gegründeten Gemeindeverbandes, sein Stellvertreter ist Stefan Scherer.

Der Gemeindeverbands-Vorstand besteht aus acht Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenvorstände und den vier Pastoren. Mit der Gründung des Verbandes gebe es einen gemeinsamen Haushalt, erläuterte Pastor Guddat. Der Verband sei Arbeitgeber der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen angeschlossenen Gemeinden und zuständig für den Erhalt aller Kirchengebäude. Das bringe mehr Flexibilität für aufwändigere Vorhaben mit sich. Mit der Gründung des Verbandes hätten die Gemeinden die Möglichkeit, sich allmählich einander anzunähern und auf eine zukünftige noch engere Zusammenarbeit vorzubereiten, erklärte Thomas Guddat: “So können wir das aktiv gestalten.”

Die Eigenarten und Angebote der einzelnen Gemeinden sollten aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Gemeinden behalten ihre Pastorinnen und Pastoren sowie ihre Kirchenvorstände. Trotzdem sollten die Gemeinden zusammenrücken, sich beispielsweise bei den Verbandsgottesdiensten kennen lernen und auch einmal die anderen Kirchen besuchen. Denn die Pastorenstellen seien zwar für vier Jahre sicher, auf lange Sicht aber wohl nicht alle zu halten, so dass neue Perspektiven entwickelt werden müssten. Da sei eine lange Vorlaufzeit hilfreich: “Das geht nur mit Vertrauen und Transparenz bis in die Gemeinden hinein.”

Die Predigten während des Gottesdienstes befassten sich mit dem Kirchenlied “Wie schön leuchtet der Morgenstern”, das Philipp Nicolai im Pest-Jahr 1597 verfasste. Er habe mit dem Lied Hoffnungsbilder geschaffen, die den Blick fort von dem Elend nach oben zum Himmel reißen, sagte Pastor Guddat. Das Lied spreche Verstand und Herz gleichermaßen an, erläuterte Pastorin Marita Meixner-Andersohn. Glauben und Freude, die fest im Herzen aufgenommen seien, ließen Sorgen und Zukunftsängste in anderem Licht erscheinen, so Superintendent Castel.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Mitglieder der verschiedenen Gemeinden bei einem Empfang miteinander ins Gespräch kommen.

 Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)

Sozialministerin Aygül Özkan zu Besuch in der Diakonie Himmelsthür

Heilerziehungspflegerin Kerstin Braun, Fachbereichsleiter Reinhard Komischke-Mast und Facharzt Dr. Hans Ulrich Peltner (von links) informieren über die Angebote der Diakonie Himmelsthür für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Hildesheim-Sorsum. Inklusion ist seit der Behindertenrechts-Konvention der Vereinten Nationen in aller Munde. Dass es dabei um mehr geht als einen vorübergehenden Trend, stellte die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan am heutigen Dienstag bei einem Besuch in der Diakonie Himmelsthür klar. „Das Thema wird uns in der Tat noch lange beschäftigen“, sagte sie im Gespräch mit Leitung des landesweit größten Dienstleisters für Menschen mit Behinderungen.

Direktor Ulrich Stoebe begrüßte die Ministerin in der Unternehmenszentrale in Hildesheim-Sorsum. „Wir sehen Ihren Besuch auch als Zeichen der Wertschätzung für die diakonische Arbeit“, so Stoebe, und die habe in der Diakonie Himmelsthür bereits eine mehr als hundertjährige Tradition. In jüngster Zeit sei die Inklusion – die selbstverständliche und volle Teilhabe aller Menschen am Leben der Gesellschaft – „für uns zum Kompass einer Neuausrichtung geworden“. Dies schlage sich nicht zuletzt in dezentralen, an den individuellen Wünschen der Menschen orientierten Wohn- und Förderangeboten nieder.

„Wir glauben, dass Inklusion nicht ein Thema für Randgruppen, sondern ein ganz zentrales gesellschaftliches Thema ist“, sagte Ulrich Stoebe und stieß bei der Sozialministerin auf offene Ohren. Inklusion dürfe sich nicht auf Menschen mit Behinderungen beschränken, sondern müsse auch für Menschen mit Migrationshintergrund, beeinträchtigte Seniorinnen und Senioren oder andere Menschen mit Unterstützungsbedarf realisiert werden, so die CDU-Politikerin. Das könne freilich nur ein „sachter, vorsichtiger, langsamer Prozess“ sein. Aygül Özkan: „Inklusion heißt, dass man Trennungen, die in den Köpfen4 gemacht werden, überwindet.“

Bei einem Rundgang durch den Kinder- und Jugendbereich der Diakonie Himmelsthür wurde deutlich, dass Menschen mit Behinderungen sehr unterschiedlichen Assistenzbedarf haben und es keine Norm für Teilhabe und Wahlmöglichkeiten gibt. Im Haus Arche leben unter anderem Kinder und Jugendliche mit sehr hohem medizinischen Unterstützungsbedarf – einige von ihnen müssen beispielsweise seit ihrer Geburt künstlich beatmet werden und sind aller Voraussicht nach auch für den Rest ihres Lebens auf diese Hilfe angewiesen.

„Das Wesentliche ist für uns, dass wir die Kinder nicht nur versorgen, sondern ihnen auch Förderangebote machen“, erläuterte Reinhard Komischke-Mast, Fachbereichsleiter Wohnen im Kinder- und Jugendbereich. Dazu gehören auch Schulklassen und Vorschulklassen, die sich im selben Haus befinden. Das Lernangebot richtet sich hier ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder.

Sie halte solch eine variable Eingliederungshilfe für eine gute Lösung, sagte die Ministerin nach dem Rundgang: Einerseits unterstütze die Diakonie Himmelsthür Menschen bei ihrem Weg in eine größtmögliche Selbstständigkeit bis hin zur eigenen Wohnung mitten in der Stadt, andererseits ermögliche sie einen Schutzraum und einen hohen Grad von Assistenz für alle, die darauf angewiesen seien. „Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass das Eine durch das Andere ersetzt werden kann“, so Aygül Özkan. Zum Abschluss sprach sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „ein großes Lob“ aus und verabschiedete sich mit den Worten: „Schönen Gruß und frohes Schaffen!“

Text und Fotos: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)

Am Heiligabend lädt die ev.-luth. St. Salvatoris-Kirchengemeinde Zellerfeld (Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld) um 17 Uhr zur Christvesper an einem außergewöhnlichen Ort ein.

Das sind die Koordinaten für die Christvesper in Zellerfeld.

Zellerfeld. N51° 49.356 E10° 20.110 – so lauten die Koordinaten des Ortes, an dem die ev.-luth. St. Salvatoris-Kirchengemeinde in Zellerfeld am Heiligabend um 17 Uhr ihre Christvesper feiert. Da die St. Salvatoris-Kirche wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten bis 2013 geschlossen ist, musste ein Ausweichort gefunden werden.

Der örtliche Landwirt Heiner Schulte jr. erklärte sich bereit, der Kirchengemeinde seine Scheune zur Verfügung zu stellen und bei den Vorbereitungen zu helfen.

Unter der Überschrift „O seht in der Krippe im nächtlichen Stall…“ sind die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingeladen, die traditionelle Christvesper am Heiligabend in einer ganz besonderen Atmosphäre zu erleben. Neben einem geschmücktem Christbaum, Kerzen, Altarbibel und Stern werden auch lebendige Tiere – Schafe, ein Esel und ein Rind – im Stall zu finden sein.

„Wir machen aus der Not eine Tugend und werden an diesem ungewöhnlichen Ort der Weihnachtsbotschaft nachgehen – wie die Hirten im Stall von Bethlehem“, blickt Pastor Christian Kühne–Neumann auf den besonderen Gottesdienst voraus.

Zu finden ist der „Zellerfelder Stall von Bethlehem“ mit moderner Satelliten-Navigation unter den Koordinaten N51 49.356; E10 20.110 oder über einen Link bei google-Maps http://g.co/maps/85yh4.

Ganz traditionell lautet die Adresse Bockswieser Höhe 2, 38678 Clausthal-Zellerfeld. Um 16.15 Uhr wird von der St.-Salvatoris-Kirche (Paktplatz) ein Fahrdienst zum Bauernhof angeboten.

Für Informationen zu der Christvesper steht  Pastor Christian Kühne-Neumann, 05323-81683, c.kuehne@kirchengemeinde-zellerfeld.de zur Verfügung.

Benjamin Simon-Hinkelmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 161 other followers