Neujahrsempfang Weender Krankenhaus

Aufsichtsratsvorsitzender Superintendent Heinz Behrends begrüßte die zahlreichen Gäste aus Stadt, Kultur und Ärzteschaft.

Evangelisches

Krankenhaus Weende

auf Wachstumskurs

Ein Drittel der deutschen Krankenhäuser schreibt rote Zahlen. Trotz steigender Patientenzahlen wuchsen die Krankenhauskosten in Deutschland schneller als die Einnahmen. Kliniken mussten den Lohnforderungen der Ärzte nachgeben, da Ärzte in Deutschland Mangelware sind. Das Evangelische Krankenhaus Weende-Göttingen hat es trotzdem geschafft, sich am Markt zu behaupten. Der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Michael Karaus, konnte auf dem Neujahrsempfang am 18. Januar stolz vermelden: „Wir sind wirtschaftlich gesund und wir werden auch 2011 mit einem deutlich positiven Ergebnis abschließen.“

Solche Aussagen machen hellhörig, da doch gerade der raue Wind der Veränderung durch die deutsche Kliniklandschaft weht. Vielen kleinen Landkliniken droht die Insolvenz, da ihr Einzugsgebiet zu klein ist oder sie im technologischen Rennen ins Hintertreffen geraten sind. Und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesregierung unter Federführung des Gesundheitsministers Daniel Bahr ein Versorgungsstrukturgesetz verabschiedet, welches neue Regelungen für Krankenhäuser und kooperierende niedergelassene Ärzte mit sich brachte. Die Krankenhäuser öffnen sich nun für niedergelassene Ärzte, die bestimmte ambulante Leistungen erbringen wollen, ohne dass sie dafür Belegärzte sein müssen. Die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung nimmt Gestalt an, und das Weender Krankenhaus will sich diesem Prozess stellen, will die Zusammenarbeit mit den Niedergelassenen bewusst suchen.

Große Krankenhauskonzerne zentralisieren und vereinheitlichen ihre Strukturen, bauen Personal ab und steigern die Leistungszahlen, um auch in Zukunft profitabel arbeiten zu können. Wie kann ein evangelisches Krankenhaus ohne Konzern im Rücken überleben? Das A und O sei die Mitarbeitermotivation und die Bereitschaft, sich bietende Möglichkeiten der Kooperation und der Innovation zu ergreifen, bekräftigte Professor Karaus. Weende sei stolz auf diverse Gütesiegel, die dies zum Ausdruck bringen. Bei Patientenbefragungen hat das Krankenhaus in allen fünf Qualitätskategorien überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

Professor Dr. Michael Karaus hielt die Ansprache zum Neujahrsempfang des Evangelischen Krankenhauses Weende-Göttingen.

Wer sich dem Klinikgebäude heute nähert, sieht auch Baukräne über dem Haus. Sie signalisieren, dass die Klinik sich erweitert. Zwei Normalpflegestationen werden in der Urologie und der Internistik entstehen. Radiologie und der OP-Bereich wurden bereits saniert. Nun sind minimalinvasive chirurgische Eingriffe auf High-Tech-Niveau möglich. In der Technik des so genannten OR1-OP, wie Karaus weiter ausführte, sei Weende in Südniedersachsen führend. Neu im Krankenhaus wird es die Herzkatheterdiagnostik geben – zum Eigenbedarf. Zur Konkurrenz, beispielsweise zur benachbarten Uniklinik Göttingen, soll es nicht werden.

In den letzten Jahren hat die Klinikleitung eine ambitionierte Wachstumsstrategie verfolgt. Das Evangelische Krankenhaus Weende-Göttingen wird vermutlich auch 2012 wachsen. Es ist ein gutes Beispiel, dass sich kirchliche Einrichtungen auch in wirtschaftlicher Konkurrenzsituation behaupten können, wenn eine Vision alle Mitarbeitenden motiviert: gute Medizin auf neuestem Stand für die Menschen der Region, mit wirtschaftlichem Erfolg, aber auch mit dem Herz und Stolz der Weender Familie.

Text und Bilder: Karl-Otto Scholz

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