Die Wahl im Kirchenkreis Leine-Solling

Wahlbeteiligung von 2006 um 2,6 % übertroffen

26,03 % wählen in Leine-Solling

Die Wahlbeteiligung von 2006 wurde bei den gestrigen Wahlen der Kirchenvorstände noch einmal um 2,57 % übertroffen. Selbst die absolute Zahl der Wählerinnen und Wähler liegt höher als vor 6 Jahren, obwohl durch Bevölkerungsrückgang die Zahl der Wahlberechtigten um 5.397 gesunken ist. Insgesamt 14.318 Christen beteiligten sich am Sonntag an der Wahl ihres Kirchenvorstandes in Leine-Solling. Wahlberechtigt waren 55.007 Mitglieder der Gemeinden. Größer ist die Wahlbeteili-gung nur im Kirchenkreis Hildesheimer Land mit 27,3 %. Beide Kirchenkreise sind mit vielen einzelnen Orten ähnlich strukturiert.

Die überwiegend städtischen Hildesheim-Sarstedt und Göttingen haben 16 % bzw. 17 % an Wählern erreicht. Die Nachbarkreise von Leine-Solling Osterode haben 25,2 % und Holzminden-Bodenwerder 25,8 %. Innerhalb der Landeskirche hat der Sprengel Hildesheim-Göttingen seinen Spitzenplatz behauptet.

„Das ist innerhalb der Diskussion um Stellen und Finanzen im Raum der Landeskirche nicht ohne Bedeutung“, so Superintendent Heinz Behrends, „die kleinen Orte in Südniedersachsen zeichnen sich nicht durch eine hohe Frömmigkeitskultur aus, aber durch eine starke Kirchen-Bindung.“

St. Sixti in Northeim – Predigtkirche von Superintendent Heinz Behrends

Sudershausen mit höchster Wahlbeteiligung

Besonders hohe Beteiligung verzeichneten die Kirchengemeinden Sudershausen (54,2 %), Trögen-Üssinghausen (52,3 %), Bollensen (49,4 %). „In kleinen Gemeinden ist die Beteiligung in der Regel höher“, so Superintendent Heinz Behrends, „wir freuen uns aber auch, dass in großen Gemeinden sich mehr Menschen an der Wahl beteiligt haben.“ St. Alexandrii Einbeck steigerte sein Ergebnis um 3 % auf 18,3%, St. Sixti Northeim mit einem eindrucksvollen Gottesdienst am Wahltag mit 500 Besuchern um 1,5 % auf 15,2 %. St. Johannis Uslar hatte 12,9 % Wähler und steigerte sich um 2,6 %. Die niedrigste Wahlbeteiligung verzeichnen Apostel Northeim (8,8 %) und Marien Einbeck (9,5 %).

In den Gemeinden Emmaus Dassel und Leine-Weper wurde nach der Fusion von Gemeinden zum ersten Mal ein gemeinsamer Kirchenvorstand gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,5 % bzw. 13,5 %. In Michaelis im Rhumetal gingen 29,6 % an die Urnen.

Ellierode-Hettensen gewinnt die meisten Wähler hinzu

Den größten Zugewinn an Wählern verzeichnen die Gemeinden Ellierode-Hettensen (13,5 %), Trögen-Üssinghausen (9,9 %), Sudershausen (9,7 %), Lauenberg-Hilwartshausen (9,2 %), Hohnstedt (9,1 %), St.Vitus am Solling (8,8 %), Allershausen (8,5 %), Lüthorst (6,9 %), Bodenfelde (6,8 %), Hardegsen (6,6 %), Eschershausen (6,2%), Imbshausen-Denkershausen (6,1 %).

Wenig mobilisiert werden konnten die jungen Wähler. „Wir haben trotz Senkung des Wahlalters junge Gemeindeglieder nicht mobilisieren können“, so Behrends.

Das Verhältnis von Männern und Frauen unter den Gewählten hat das Verhältnis 40:60 aus den Wahlen von 2006 bestätigt. 164 Frauen und 100 Männer werden die Gemeinden für die nächsten 6 Jahre leiten. Das Durchschnittsalter bleibt mit 49 Jahren unverändert.

Hardegsen hat den jüngsten Kirchenvorstand

Als jüngste Vorsteherinnen wurde Jana Dörnte in Fredelsloh (Trinitatis-Kirchengemeinde Leine-Weper in Moringen) mit 19 Jahren, Annabell Nolte mit 20 Jahren und Nadine Rudolph, beide in Hardegsen, mit 21 Jahren und Marie Strecker in St. Sixti mit 21 Jahren gewählt.

Die gute Mischung von alt und jung wurde durch die Wahlen hergestellt. 38 % der Gewählten ha-ben bisher in keinem Kirchenvorstand mitgearbeitet.

Die meisten Stimmen im Kirchenkreis in absoluten Zahlen erhielten Tobias Borchert, St. Alexandrii Einbeck mit 469 Stimmen, Dr. Christian Steigertahl, St. Sixti Northeim (443 Stimmen), Erhard Knoke, Hardegsen (353 Stimmen).

„In einer ersten Bilanz bin ich zufrieden“, so Superintendent Behrends, „wir haben mehr Wähler an die Urnen holen können. Wir hatten bis auf wenige Ausnahmen ausreichend Kandidaten. Die Mischung aus alten und neuen Kirchenvorstehern stimmt. Im Zahlen-Verhältnis Männer-Frauen und im Durchschnittsalter der Gewählten hat sich wenig geändert. Jungwähler haben wir zu wenig gewonnen. In einigen fusionierten Gemeinden haben wir einen Verlust an Wahlbeteiligung. Ein Wermutstropfen. Wir werden mit neuer Kraft die Zukunft der Gemeinden gestalten. Die Aufgabe ist kostbar. Verantwortung zu übernehmen, ist protestantische Pflicht.“

(LS-PD)

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