Tageslosung 19. März

Medizin des Friedens

Mich jammert von Herzen, dass mein Volk so ganz zerschlagen ist. Ist denn keine Salbe in Gilead, oder ist kein Arzt da? – Jeremia 8,21.22

Die Heere Babylons waren über Israel gekommen. Sie erstürmten und schliffen die Mauern, raubten, mordeten, brandschatzten. Die feste Burg Zion und der Tempel Salomos hatten keinen Bestand. Jerusalem wurde zur bemitleidenswerten Frau, zur „Tochter meines Volkes“, zur „Tochter Zion“, über die man selbst Mitleid hatte, die aber selbst auch um ihre Kinder, die verschleppten und getöteten Einwohner, jammerte.

Lange liegt das zurück. In der Zeit der Römer und dann der Kreuzzüge haben sich ähnliche Szenen auf den Mauern Jerusalems abgespielt, im arabisch-israelischen Krieg zur Zeit Moshe Dajans auch. Jerusalem kam nie zur Ruhe – bis heute nicht. Nun zittert Jerusalem wieder vor den Persern, die anscheinend eine Nuklearbombe haben wollen.

Salbe und Arzt – das ist für den ganzen Nahen Osten, von Syrien bis Israel und von Iran bis Irak eine gerechte Friedensordnung und ein Versöhnungswerk, das in den Schulen und Kindergärten beginnen muss. Die Medizin ist bitter, sie verlangt konkrete Zugeständnisse auf allen Seiten – sie kostet viel Geld und wird eine Generation brauchen – mindestens.

Text: Karl-Otto Scholz

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Tageslosung 19. März

  1. Wolfgang Gerts schreibt:

    Liebe Sprengelredaktion, ich hoffe, dies kommt an, obwohl eine E-Mail-Adresse von Euch in diesen Masken schon kaum zu finden ist. Bin also dankbar, hier eine Äußerung nach längerem Suchen abgeben zu dürfen.

    Jeden Tag die Tageslosung (hat doch eine bis mehrere eigene Seiten). Für jeden Kirchenkreis eine Wahlinformation. Meldungen, die man über EPD schon längst hat… usw.

    Die Hi-Gö-Seite hat sich stark verändert. Sie war einmal gebündelt und informativ. Nun lädt sie auf diese Art mehr und mehr zum Wegklicken ein. Bei unseren E-Mails, versuchen wir eigentlich eher, zu bündeln, und nicht für jedes neue Thema eine neue Mail abzuschicken.

    Genauer gesagt: Sie entwickeln sich zum Spam-Fabrikanten. Wenn das so weiter geht, müssen wir trotz grundsätzlichem Interesse an wirklichen Meldungen abschalten.

    Ich hoffe, Sie nehmen dieses Thema auf und denken darüber nach.

    Viele Grüße, Wolfgang Gerts

    1. Sehr geehrter Herr Gerts

      vielen Dank für Ihre offene Kritik.

      Als „Spam-Fabrikanten“ verstehen wir uns selbstverständlich nicht, wohl aber als Informationsvermittler. Denn den EPD-Dienst haben unsere Leser in den Kirchenkreisen in der Regel nicht. Ebenso wenig die Informationen über eine Kirchenvorstandswahl aus erster Hand.

      Über die Gedanken zur Tageslosung kann man streiten.

      Die Methodik von WordPress ist eine fortlaufende. Sie ist anders als eine „normal“ gestrickte Website. WordPress lädt ein zum täglichen Schreiben, nicht zum Veröffentlichen „dann und wann“. Auch darüber kann man streiten.

      Letztlich entscheidet über den Erfolg eines Internet-Auftritts die Leserzahl. Ich hoffe, dass wir eine vernünftige Balance zwischen redaktioneller Kompetenz, medienrelevanten Informationen und dem Interesse der Leser herstellen können. Daran arbeiten wir.

      Mit herzlichem Gruß, Ihr Karl-Otto Scholz

      PS: die Kontaktadressen stehen im Kopf der Sprengelseite unter „Kontakt & Impressum“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s