Verein in Reinhausen nimmt sich der Christopherus-Kirche an

Kirch-Bauverein Reinhausen

Göttingen/Reinhausen.  Im Frühjahr 2011 wurde in Gleichen-Reinhausen der Kirch-Bauverein St. Christophorus gegründet. Die St. Christophorus-Kirche ist über 1000 Jahre alt. Der Zahn der Zeit ist an ihr nicht spurlos vorübergegangen. Das ehrwürdige Bauwerk war über die Jahrhunderte vielfach umgebaut und erneuert worden, doch die ältesten Mauerteile im Hohen Chor stammen aus Ottonischer Zeit, als das Gebäude schon den Grafen von Reinhausen als Burgkapelle diente.

Eine Initiativgruppe unter der Leitung von Henning Behrmann – ehemals Reinhäuser Pastor und jetzt Superintendent im Ruhestand – hatte die entscheidenden Weichen zur Vereinsgründung gestellt. In einer ersten Zusammenkunft der interessierten Reinhäuser Bürgerinnen und Bürger in der vollbesetzten Kirche konkretisierten sich die Ideen für einen Verein.

Zum Vorsitzenden des Kirch-Bauvereins wurde Henning Behrmann gewählt. Dr. Hartmut Geries, Andreas Hund, Herbert Ische, Dr. Christian Laack, Ferdinand Sobiech und Barbara Ungerer sind als weitere Mitglieder in den Vorstand gewählt worden. Nachdem alle Formalitäten beim Vereinsregister und Finanzamt zur Erlangung der Gemeinnützigkeit erledigt waren, wurde damit begonnen, die für die anstehenden Arbeiten am Kirchgebäude erforderlichen Mittel durch Ansprache der schon vorhandenen Mitglieder (ca. 200) einzuwerben.

Mit den folgenden Leitgedanken war das geschehen:

„Unsere Kirche St. Christophorus ist ein Gotteshaus: Freud und Leid werden unter seinem Dach geteilt – bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen. In ihr versammeln sich Menschen zum Gottesdienst und zum stillen Gebet.

Stück Heimat: Neben den Sandstein-Felsen und dem umgebenden Wald gibt sie unserem Dorf sein Gesicht. Sie ist ein historisches Wahrzeichen und schafft Identifikation.

Kulturgut: Viele Touristinnen und Touristen besuchen sie, bewundern den beeindruckenden Bau, den wertvollen Altar und die besonderen mittelalterlichen Fresken.

Vermächtnis: unserer Vorfahren an uns, und wir wollen dabei helfen, sie gut erhalten an unsere Nachkommen weiterzugeben“.

Es steht eine Vielzahl von Bau- und Sanierungsaufgaben an: Die Nordwand ist durchfeuchtet und ihre Fenster fangen an zu faulen. Hierfür ist das erste Zuschuss-Projekt begründet worden. Ferner muss die Süd- und Ostwand verfugt und die Holzkonstruktion des Uhrenturms erneuert werden. Mittelfristig wird ein neuer Innenanstrich fällig und die spät-mittelalterlichen Fresken warten auf eine Restaurierung. Für alles wird viel Geld erforderlich sein und von der Kirche und der Gemeinde kann nicht alles aufgebracht werden.

Der Verein veranstaltet auch Sonderveranstaltungen, bei denen Geld eingeworben wird. So fand am 23. Mai 2011 ein Benefizkonzert des Göttinger Vokalensembles „I dodici“ statt, und beim Reinhäuser Waldstraßenfest am 26.Juni 2011 gab es einen Informationsstand. Für die erste Mitgliederversammlung am 13.Oktober 2011 konnte der Kreis-Denkmalspfleger Dr. Klaus Grote mit einem Lichtbildervortrag über die frühgeschichtlichen Fundstücke auf dem Kirchberg gewonnen werden. Am 4. Advent fand ein Kirchenkonzert mit Reinhäuser Chören und Musikerinnen und Musikern statt. Das erste Förderprojekt wurde auch schon begonnen: Die Sanierung eines der Nordfenster, einschließlich des umschließenden schadhaften Mauerwerks.

Kontakt: Henning Behrmann, Allensteiner Weg 29, 37130 Gleichen-Reinhausen, Telefon: (05592) 999930.

Text: Andreas Overdick – Bild: Wikipedia

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