Mit Kanutour und Gottesdienst

Anika Rothe baut als Diakonin die Kinder- und Jugendarbeit auf

Freden. Anika Rothe ist seit zwei Monaten in den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Freden und Gerzen als Diakonin für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig – eine Herausforderung, denn sie kann weder auf bestehende Gruppen noch auf einen festen Kreis jugendlicher Mitarbeiter zurückgreifen. Doch es ist eine schöne Herausforderung, findet die 24-Jährige. Denn so kann sie ihre eigenen Ideen entwickeln und verwirklichen.

Vom Alten Pfarrhaus in der Winzenburger Straße in Freden aus organisiert Anika Rothe ihre Angebote für Kinder und Jugendliche.

Vor der Aufgabe ist ihr nicht bange, obwohl sie hier ihre erste Stelle nach dem Studium antritt. Schließlich sei sie schon seit der Konfirmandenzeit in ihrer Heimatgemeinde in Wunstorf in der Jugendarbeit ehrenamtlich engagiert gewesen, habe sich im Sportverein eingebracht und Jüngere bei Freizeiten betreut. All die Spiele, Geschichten, Bastelideen aus dieser Zeit bilden jetzt den Fundus, mit dem sie ihre Arbeit starten kann. Dass hier ihre berufliche Zukunft liege, das sei ihr schon als Jugendmitarbeiterin klar geworden, sagt Anika Rothe. Studiert hat sie Religionspädagogik und Soziale Arbeit in Hannover, wo sie seither wohnt. Angestellt ist sie beim Kirchenkreis Hildesheimer-Land Alfeld; über ein Programm für Berufseinsteiger/innen zahlt die Landeskirche fünf Jahre lang etwas dazu.

Da zum Gemeindeverbund Freden mehrere Ortschaften gehören, ist Anika Rothe froh über die Zusammenarbeit mit der Grundschule: Dort kann sie alle Kinder der Region erreichen. „Ich muss die Kinder erst einmal kennenlernen und von ihnen als Vertrauensperson angenommen werden“, sagt sie. Nachmittags-Spielangebote, ein ökumenischer Einschulungsgottesdienst, eine Projektwoche und eine Bibelwoche in den Ferien gehören zu ihren Plänen für die Grundschulkinder; möglicherweise auch eine Sprechstunde für Kinder, Lehrer und Eltern.

Zu den Jugendlichen hat sie schon durch den Konfirmandenunterricht Kontakt bekommen, auch schon Helfer/innen gefunden, die mit ihr einen Kinder-Kirchennachmittag und einen Familiengottesdienst vorbereitet haben. In Zukunft soll es regelmäßig Jugendgottesdienste geben, um die jüngeren Kirchenbesucher anzusprechen. Zur Fußball-Europameisterschaft will sie den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, die Spiele gemeinsam zu gucken und dazu einen Gottesdienst zum Thema „Welche Position spielst du in Gottes Team?“

Dass Anika Rothe selbst noch jung ist, erleichtert das gegenseitige Verständnis. Wenn nötig, werde sie trotzdem als Autorität akzeptiert, sagt sie selbstbewusst; die Ausbildung verschaffe ihr Anerkennung. Die Jugendlichen will sie vor allem durch gemeinsame Erlebnisse ansprechen, erklärt die Diakonin. Die Freizeitangebote in den ländlichen Gemeinden seien ja nicht gerade umwerfend, da gebe es für sie genug Lücken zu füllen. Mit den KonfirmandInnen will sie eine Kanutour auf der Leine unternehmen, die Stadtjugendpflege Wunstorf hat ihr einige Plätze für eine Biker-Freizeit im Harz abgetreten und auch für einen Kletterausflug nach Hildesheim ist sie offen. „Und wenn die Jugendlichen sagen, sie möchten mal in der Kirche übernachten – klar, warum nicht, das kann man möglich machen.“

Wer Anika Rothe kennenlernen oder sich zur Bikerfreizeit anmelden möchte, wird in ihrem Büro im Alten Pfarrhaus in der Winzenburger Straße 16 selten Glück haben, denn sie ist meistens unterwegs: „Wenn mein Auto vor der Tür steht, bin ich da.“ Auch das Diensttelefon funktioniere noch nicht tadellos, deshalb sei der Kontakt am besten per E-Mail möglich unter anika.rothe@t-online.de oder über die Homepage des Kirchenkreisjugenddienstes: http://www.kkjd-hila.de

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)

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