Kolumbarium in Markoldendorfer Marienkapelle kann gebaut werden

Markoldendorf. Der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Leine-Solling hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend, 31. Mai in Northeim mit großer Mehrheit eine Ausfallbürgschaft für einen Kredit beschlossen, der nun den Umbau der Markoldendorfer Marienkapelle zu einem Kolumbarium ermöglicht.

Nachdem Wolfgang Kramer für den Arbeitskreis „Zukunft der Marienkapelle“ dem Gremium das Anliegen der Gemeinde vorgestellt hatte, referierten Prof. Birgit Franz, Prof. Georg Maybaum und Studentin Haike Bäsler von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden (HAWK), wie die Errichtung einer Urnenbegräbnisstätte im ländlichen Raum sinnvoll und Erfolg versprechend zu realisieren sei. Fachhochschule und Arbeitskreis hatten in einem gemeinsamen Prozess das Konzept für das Markoldendorfer Gotteshaus entwickelt.

Nach einer kontroversen, aber sachlichen Diskussion entschied sich der Kirchenkreistag, eine Bürgschaft für 230.000 € zu übernehmen. Weitere 80.000 € hatte zuvor schon die Emmaus-Kirchengemeinde Dassel-Solling als Risikoabdeckung beschlossen. Damit steht das Projekt auf sicheren finanziellen Füßen. „Wir haben nun ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht“, freut sich Gunnar Jahn-Bettex, Leiter des Arbeitskreises und geschäftsführender Pastor der Emmaus-Kirchengemeinde Dassel-Solling. „Zu einer sorgfältigen Planung gehört auch eine sichere Finanzierung und ein ehrliches Umgehen mit Risiken. Alle Beteiligten haben im Vorfeld professionell gearbeitet und konnten deshalb auch den Kirchenkreistag überzeugen.“, so der Markoldendorfer Pastor.

Der Kirchenkreisvorstand Leine-Solling hatte einstimmig dem Parlament des Kirchenkreises die Gewährung der Bürgschaft empfohlen. „Die Umwidmung der Marienkapelle ist ganz im Sinne des Kirchenkreises“, so Superintendent Heinz Behrends, „unsere Kirchen sollen ihre ureigene Nutzung behalten. Das geschieht mit dem Kolumbarium. Die Kirche ist ein Haus des Trostes, der Totenehrung und der Auferstehung. Die Vertreter der Gemeinden im Kirchenkreistag haben mit ihrem Beschluss mit großer Mehrheit die Bürgschaft übernommen. Damit hat sich ganz Leine-Solling dieses Projekt zu eigen gemacht. Darüber freue ich mich sehr“.

Zusammen mit der Dokumentation des studentischen Projekts, dem Siegerentwurf von Haike Bäsler, den Beschlüssen zur Finanzierung des Umbaus, der Marketingstudie und einer Finanzsimulation für die Nutzung des Kolumbariums in den nächsten drei Jahrzehnten kann jetzt der Antrag auf Entwidmung und Genehmigung des Umbaus beim Landeskirchenamt eingereicht werden. Parallel dazu werden Architekten mit der Bauleitplanung beauftragt und der Bauantrag beim Landkreis Northeim gestellt.

Die Fertigstellung und damit der Beginn der neuen Nutzung der Marienkapelle werden im Laufe des nächsten Jahres erwartet.

Text: Leine-Solling Pressedienst (LS-PD)

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