Predigt mit verteilten Rollen

Lektoren und Lektorinnen gestalten Gottesdienst in der Lambertikirche

Hildesheim. Lektorinnen und Lektoren aus dem Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt haben mit einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst in der Lambertikirche für ihr Ehrenamt geworben. Sie brachten den BesucherInnen den Predigttext aus verschiedenen Perspektiven nahe, indem sie mit verteilten Rollen unterschiedliche Sichtweisen darstellten.

Margret Nolles als Beauftragte für das Lektorenamt dankte allen Beteiligten mit einer Rose.

Dabei ging es um falsche und echte Propheten und um die Frage, wie man sie erkennt. Die meisten Menschen glaubten lieber denen, die ihnen gute Nachrichten überbrächten und es ihnen leicht machten, sagte Gisela Meyer-Menk in der Predigt. Aber Gottes Wort sei nicht immer bequem. Wenn einer immer nur sage, was man hören wolle, dann sei Vorsicht geboten.

Neben Gisela Meyer-Menk wirkten auch Gisela Bartsch, Heidemarie Zentgraf, Margret Nürge, Werner Othmer und Andreas Pusch an dem Gottesdienst mit. Sie trugen im Wechsel Liturgie, Lesung oder Predigttext vor und sangen Lieder mit Gitarrenbegleitung. Superintendent Helmut Aßmann und die ehrenamtliche Beauftragte für die Lektorinnen und Prädikanten, Margret Nolles, dankten für den abwechslungsreichen Gottesdienst.

25 Lektorinnen und Lektoren sind im Kirchenkreis ehrenamtlich im Dienst. Sie gestalten selbstständig Gottesdienste und sind daher eine wichtige Unterstützung an der Seite der hauptamtlichen Pfarrer. Für ihre Gottesdienste können die Ehrenamtlichen auf Predigttexte, Liedvorschläge und Gottesdienstabläufe zurückgreifen, die von der Landeskirche für jeden Sonntag zur Verfügung gestellt werden. Ihr Einsatz gehe auf die reformatorische Lehre vom Priestertum aller Gläubigen zurück, erklärte Pastor Rainer Schwartzkopff, ordinierter Beauftragter für das Lektorenamt im Kirchenkreis.

Viele Lektoren und Lektorinnen seien fast jeden Sonntag in irgendeiner Gemeinde im Einsatz, vor allem im ländlichen Bereich werde ihre Arbeit immer notwendiger, so Pastor Schwartzkopff. Doch wie oft sie die Zeit erübrigen könnten, bestimmten die Ehrenamtlichen selbst: „Das Amt lebt von der eigenen Freude am Gottesdienst.“ Wer sich dafür interessiere, wende sich am besten an seinen Gemeindepastor. Die Ehrenamtlichen erhielten eine umfassende Schulung und könnten sich ständig fortbilden, um in Gesang und Vortrag sicherer zu werden. Das sei für jeden auch ein persönlicher Gewinn. Die Ehrenamtlichen können sich außerdem zu Prädikanten und Prädikantinnen fortbilden lassen, die dann auch selbst Predigten schreiben dürfen, so Pastor Schwartzkopff.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)

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