Kirchenvorstände stark machen

Diakon Henning Schlüse beim Referat

Hameln. Rund 80 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher waren der Einladung des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hameln-Pyrmont gefolgt, anstatt einen lauen Sommerabend im Garten zu verbringen. Im Paul-Gerhardt-Haus erwartete sie eine Fortbildung, die reich an Informationen war. Ehrenamtsbeauftragter Lars Lücking beglückwünschte in seiner Begrüßung die Anwesenden zu ihrem Amt im Kirchenvorstand. „Wie kann man am Ende sagen, es war eine gute Zeit?“ leitete Lücking über zum Impulsreferat von Henning Schlüse. Der Diakon aus dem Haus kirchlicher Dienste in Hannover gab in seinem Vortrag zahlreiche Anregungen, wie die Arbeit der neuen Kirchenvorstände erfolgreich gelingen kann. Schlüses konkrete Beispiele aus dem Gemeindealltag sorgten für Lacher im Raum und zeigten, wie nah dran an der Praxis seine Tipps waren. An sein kleines „1×1 der Kirchenvorstandsarbeit“ und den Punkt „Sitzungsmanagement“ werden sich vermutlich die Teilnehmenden der Fortbildung immer wieder erinnern. Schlüse riet dazu, sich bei Problemen schnell Hilfe zu holen, und wies auf die unterschiedlichen Angebote der Landeskirche dafür hin. „Vertrauen Sie Ihrer eigenen Kompetenz“, riet er den Ehrenamtlichen, die in den nächsten 6 Jahren die Geschicke ihrer Gemeinden leiten werden. Als überaus sinnvoll erwies sich auch der Abschnitt über Haftungsfragen im Bezug auf die ehrenamtliche Tätigkeit.

Nach einer Pause mit einem Imbiss informierte Kirchenkreisjugendwartin Silvia Büthe über die Arbeit des Kreisjugenddienstes. Superintendent Philipp Meyer gab einen Überblick über den Kirchenkreis mit seinen Gremien und Strukturen. Regine Koch erläuterte als Amtsleiterin die Aufgabenbereiche des Kirchenkreisamtes Hameln und lud zu speziellen Fortbildungen ein, welche im Oktober von den Mitarbeitenden des Amtes angeboten werden. Beim abschließenden Abendmahlsgottesdienst predigte Meyer über den Wochenspruch, dass einer des Anderen Last tragen solle, und bezog ihn auf die Arbeit des Kirchenvorstandes in einer Kirchengemeinde. Gestärkt und unter dem Segen Gottes wurden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher am Ende eines informativen Abends in ihre Gemeinden ausgesandt.

„Ich fand den Abend sehr gelungen“, äußerte sich Lücking als einer der Organisatoren hinterher zufrieden. „Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen.“ Deutliches Lob gab es für die Veranstaltung von der stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden aus Grohnde Angelika Scheel: „Die haben alle einen tollen Job gemacht!“ „Gut ist es, dass eine solche Veranstaltung über die Regionen hinaus am Anfang der sechs Jahre angeboten wurde“, pflichtete ihr Jürgen Habenicht aus Tündern bei. „Insbesondere die Arbeitshilfen, die man ja oft benötigt, waren sehr hilfreich.“ Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont mit seiner Fortbildung genau das richtige Angebot gewählt hatte. So ist zu erwarten, dass im Oktober die nächsten Veranstaltungen ebenfalls gut besucht sein werden.

Text und Bilder: Simon Pabst

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