Ausstellung „Rosenstraße 76“ gegen häusliche Gewalt in Osterode eröffnet

Interaktive Ausstellung ist vom 8. bis 29. September 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich

Osterode. Im Beisein der Abgeordneten Wilhelm Priesmeier (MdB) und Regina Seeringer (MdL), des Leiters der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, Hans Walter Rusteberg, und des Direktors des Hauses kirchlicher Dienste in Hannover, Ralf Tyra, wurde die interaktive Ausstellung gegen häusliche Gewalt „Rosenstraße 76“ am heutigen Samstag in der Kurt-Schröder-Halle in Osterode feierlich eröffnet.

Pastor Henning Busse (Hannover) von der Gesamtprojektleitung Rosenstraße 76 übergab symbolisch den Schlüssel zu der Ausstellungswohnung an Pastor André Dittmann, der vor Ort die Ausstellung koordiniert. „Wer von Gewalt betroffen ist, braucht aufmerksame, zugewandte Gesprächspartner. Für das Thema der häuslichen Gewalt zu sensibilisieren da entscheidend und das ist das Ziel von „Rosenstraße 76“. Deswegen ist mir diese Ausstellung ein Herzensanliegen,“ so André Dittmann.

Rosenstraße 76 – Schlüsselübergabe

Im Gottesdienst und der Feierstunde, die der Ausstellungseröffnung vorausgingen, wurden unterschiedliche Aspekte des Themas häusliche Gewalt angesprochen. Den Festvortrag hielt Dagmar Freudenberg, Referentin im Niedersächsischen Justizministerium für Opfer häuslicher Gewalt und Opferschutz und Vorsitzende der Kommission „Strafrecht“ des Deutschen Juristinnenbundes.

„Häusliche Gewalt und Gewalt im sozialen Nahraum ist immer noch ein Tabu. Die Ausstellung „Rosenstraße 76“ mahnt uns, hinter die meist glatte, strahlende Fassade zu schauen. Menschen, die sich uns dann öffnen, mit ihren Problemen ohne Vorbehalt anzunehmen und bei der Lösung ihrer Probleme zu unterstützen ist unsere Pflicht in der Gesellschaft, erst recht als Christinnen und Christen,“ so die Juristin.

Die Ausstellung besteht auf den ersten Blick aus einer gewöhnliche Wohnung. Anhand der Einrichtungsgegenstände und angehängter Beschreibungen wird deutlich, dass die vertrauten vier Wände ein unbemerkter Ort des Schreckens sein können. Nach der offiziellen Eröffnung hatten die Gäste die erste Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen.

Erstmals sind die Ausstellungstexte auch als Audioguide erhältlich. Sie wurden von Schauspielern des Jungen Theaters Göttingen eingesprochen, musikalisch unterlegt und sind auch im Internet über die Homepage der Ausstellung abrufbar unter http://www.rosenstrasse76-oha.de. Zu der Ausstellung gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konzerten und Lesungen. Es steht ebenfalls auf der Homepage der Ausstellung.

In den kommenden drei Wochen ist die Ausstellung von montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten sind Sonntag, 16.09., 10 – 17 Uhr, Samstag, 22.09., nach Absprache und Sonntag, 30.09. von 11 – 14 Uhr. Anmeldungen und Sonderöffnungszeiten können beim Projektbüro Rosenstraße 76 abgesprochen werden unter Telefon 05522-9019-55 (Mo – Fr 9-12 Uhr) oder per E-Mail: rosenstrasse76.oha@googlemail.com.

Für Informationen steht der Projektkoordinator Pastor André Dittmann im Projektbüro Rosenstraße 76 unter 05522-9019-55 oder per Mail unter rosenstrasse76.oha@googlemail.com gerne zur Verfügung.

Text und Bild: Benjamin Simon-Hinkelmann

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