„Der lebendige Schatz“

Hauptamtliche und Ehrenamtliche treffen sich zum Abend der Diakonie

Alfeld. „Hier sitzt der lebendige Schatz der Diakonie – und das sind Sie, meine Damen und Herren“ – mit diesen Worten eröffnete Superintendentin Katharina Henking ihren Festvortrag beim Abend der Diakonie in Alfeld. Die Hauptamtlichen der diakonischen Einrichtungen hatten die vielen Ehrenamtlichen aus den Gemeinden eingeladen, um einander kennen zu lernen und sich miteinander auszutauschen.

Zu den Einrichtungen des Diakonischen Werkes in Alfeld gehört die Beratungsstelle Am Mönchehof, wo Susanne Gottschalk allgemeine Sozialberatung, Schwangeren- und Kurberatung anbietet. Das Altenheim St. Elisabeth der Diakonie verfügt über 120 vollstationäre Pflegeplätze. Die 103 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen werden durch mehr als 60 Ehrenamtliche unterstützt, berichtete Heimleiterin Katharina Kreth. Schulleiterin Helgard Feldbinder stellte das Diakonische Bildungszentrum vor, das in den Bereichen Heilerziehungspflege, Altenpflege und Pflegeassistenz ausbildet.

Sie stellten sich und ihre Aufgaben den Ehrenamtlichen am Tag der Diakonie in Alfeld vor: Katharina Kreth, Leiterin des Altenheims St. Elisabeth, Superintendentin Katharina Henking, Susanne Gottschalk von der diakonischen Beratungsstelle in Alfeld, und Helgard Feldbinder, Leiterin des Diakonischen Bildungszentrums.

Superintendentin Katharina Henking übernahm nach dem Vortrag auch die Rolle der Moderatorin und schlängelte sich mit dem Mikrofon zwischen den Tischen hindurch, um Gespräche mit den Gästen zu führen und sie mit ihren vielfältigen Aktivitäten vorzustellen. Die Ehrenamtlichen arbeiten in den Kirchengemeinden als Diakoniebeauftragte oder Lektorinnen, sie richten Kaffeetafeln und Weihnachtsfeiern aus, besuchen Geburtstagskinder zu Hause und Patienten in den Krankenhäusern, singen oder malen mit den Bewohnern im Altenheim, leiten Frauen- und Seniorenkreise und begleiten Sterbende und Trauernde. Rund 65 dieser meist weiblichen Ehrenamtlichen waren der Einladung zum Diakonietag gefolgt.

Der Pastor oder Diakon, so war mehrfach zu hören, habe gar nicht genug Zeit für all die Aufgaben, „aber er weiß ja, dass er sich auf uns verlassen kann“. Diakonie, so hieß es, „das ist eine Aufgabe, die von Herzen kommt.“ Weitere Unterstützung können sie wohl alle gebrauchen. Sie seien neun Mitarbeitende im Besuchsdienst der Gemeinde St. Nicolai, berichtete zum Beispiel Almuth Walther – und hätten rund 1000 Geburtstagskinder im Jahr zu besuchen. Da sei sie in manchen Monaten jeden Tag unterwegs.

Manche der Helferinnen engagieren sich schon seit Jahrzehnten. Von einer starken Identifikation mit ihrem Ehrenamt berichtete Doris Rheker. „Wir gehören zu St. Elisabeth“, stellte sie sich und ihre Tischnachbarinnen vor: „Ja, wirklich. Wir gehören einfach dazu.“ Beeindruckt vom Engagement der Freiwilligen zeigte sich auch der neue Diakoniepastor des Kirchenkreisverbands Ralph-Ruprecht Bartels, der ebenfalls unter den Gästen war.

Superintendentin Katharina Henking ließ als Moderatorin viele der Gäste zu Wort kommen, hier Irmtraud Bruelheide vom Seniorenbüro Alfeld.

In der bekannten Bibelgeschichte vom barmherzigen Samariter stecke alles, was Diakonie bedeute, sagte Superintendentin Henking: den Menschen in Not wahrzunehmen, nicht wegzuschauen, sondern zu sehen, was er braucht und ihm diese Hilfe zu geben – aber auch die Grenzen des eigenen Vermögens zu erkennen und anderswo Unterstützung zu suchen. Für die Diakonie in der Kirche sei wichtig, dass Hauptamtliche und Ehrenamtliche in gegenseitiger Wertschätzung zusammenarbeiteten. Zugleich müsse Diakonie auch immer über die Grenzen des Landes und der Konfession hinaussehen.

Organistin und Lektorin Caroline Berndt-Uhde unterhielt die Gäste zwischendurch mit Musik und Gesang. Die Küche des Altenheims St. Elisabeth hatte für ein leckeres Büffet gesorgt.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation

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