17. Oktober – Sprengelkonvent tagt in Northeim

TATORT: Generalkonvent – Generalkonvent: TATORT

Fiktionale Formate im Fernsehen am Beispiel des TATORT – Gefahr oder Chance für Verkündigung, Glaube, Kirche

Northeim. Zum Sprengelkonvent 2012 treffen sich am 17. Oktober in der Stadthalle Northeim auf Einladung von Landessuperintendent Eckhard Gorka die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenbezirks Hildesheim-Göttingen. Nach einem Abendmahlsgottesdienst in der Sixti-Kirche geht es im theologisch-informativen Teil der Konferenz um die Bedeutung der Kirche in den Medien, besonders im Fernsehen.

Die Gesellschaft hat sich zur Mediengesellschaft entwickelt. Zunächst Radio, dann Fernsehen und zuletzt das Internet haben in kurzer Zeit das Freizeitverhalten der Menschen nachhaltig verändert. Dabei haftet dem Fernsehen immer noch das Etikett „Leitmedium“ an. Die Nachrichtensendung  TAGESSCHAU hat durch ihre betont sachliche Berichterstattung in der Öffentlichkeit Deutschlands eine hohe Dignität erworben. Man traut ihr zu, dass sie die Wahrheit sagt in dem, was sie zeigt. Und sie hat Breitenwirkung oder salopp gesprochen „Lagerfeuerqualität“.

Eckhard Gorka, der Landessuperintendent des Sprengels, meint sogar, das Fernsehen diene den Zuschauern nicht nur als Informationskanal, es dokumentiere also nicht nur Wirklichkeit, sondern es habe sogar Macht, Wirklichkeiten zu schaffen. In der Einladung zum diesjährigen Sprengelkonvent in Northeim, die an die Pastorinnen und Pastoren des Sprengels Hildesheim-Göttingen erging, macht er die „Bildermaschine Fernsehen“ zum Thema des Nachdenkens. „Wo kommen Kirche und Glaube vor?“ fragt Gorka bewusst provokant. „werden sie abgebildet oder ausgeblendet? Und was macht das Fernsehen mit uns?“

Die Frage zu beantworten hat er drei renommierten Medienforschern aufgegeben. Erwartet werden am Tag des Sprengelkonvents Professor Peter Henning aus Berlin, der selbst TATORT-Drehbuchautor ist, Professor Gerd Hallenberger aus Marburg, der das Fernsehen schon länger kritisch wissenschaftlich begleitet und Professorin Claudia Stockinger aus Göttingen, die speziell an der Serie „TATORT“ untersucht hat, wie Kirche darin vorkommt.

Als Ehrengäste werden in der Stadthalle Northeim darüber hinaus Landesbischof Ralf Meister, der geistliche Vizepräsident der Landeskirche Arend de Vries sowie die für Personalfragen zuständige Oberlandeskirchenrätin Nicola Wendebourg erwartet. Sie werden zu aktuellen Fragen der Landeskirche Stellung nehmen und mit Vertretern des Pastorenausschusses in die Debatte eintreten.

Text: Karl-Otto Scholz, Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen

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