Eine Truppe mit Pfiff und Gesang

Singkreis der „Netten Nachbarn“ besucht Altenheim St. Elisabeth

Alfeld. Die Nenas sind wieder unterwegs und sie werden im Altenheim St. Elisabeth schon ungeduldig erwartet. Der Singkreis der „Netten Nachbarn“ besucht jeden Monat sieben Altenheime in und um Alfeld, um mit den Frauen und Männern dort zu singen.

Der Singkreis der Nenas besucht schon seit zwölf Jahren das Altenheim St. Elisabeth, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern bekannte Volkslieder zu singen. Foto: Barth

In St. Elisabeth schieben die Mitarbeiterinnen eifrig von allen Seiten die Rollstühle der sangesfreudigen Bewohner und Bewohnerinnen heran, die sich nicht mehr selbst auf den Weg in die sonnige Pyramidenhalle machen können. Etwa 40 Menschen haben sich schließlich im Halbkreis verteilt. „Singen kommt immer gut an“, weiß Heimleiterin Katharina Kreth. „Das machen alle gern.“

Weil die Nenas wissen, was gefällt, stimmen sie bekannte Volkslieder an. Die meisten SeniorInnenen brauchen nicht einmal ein Liederbuch, um „Horch, was kommt von draußen rein“, oder „Bunt sind schon die Wälder“ mitzusingen. Auch Wünsche werden gern erfüllt, wenn es nicht gerade Weihnachtslieder sind. Die müssen bis Dezember warten. Waltraud Müller begleitet den Gesang auf dem Akkordeon, dadurch haben auch schüchterne Sänger und Sängerinnen mehr Mut, die Stimme zu erheben.

Gertrud Pöhlmann und Anni Plotzitzka haben die Gruppe der Nenas, die dem Seniorenbüro des Deutschen Roten Kreuzes in Alfeld angeschlossen ist, 1996 gegründet. Sie haben sich auch den Namen ausgedacht, der mit der bekannten Sängerin wenig zu tun hat, sondern einfach „nette Nachbarn“ bedeutet. Denn wie nette Nachbarn es tun, bietet die „Truppe mit Pfiff“ Geselligkeit und Hilfe an, wo sie gebraucht werden.

Das Altenheim St. Elisabeth, das zum Pflegeverbund Diakonie Hildesheim gehört, besuchen die Sängerinnen schon seit zwölf Jahren. Doch die Nenas singen nicht nur: Sie besuchen Kranke, veranstalten Spielrunden in Altenheimen, stricken wie die Weltmeister für Frühgeborene und Bedürftige und unterstützen mit den Erlösen aus ihren Strickwaren Hilfsprojekte beispielsweise in Rumänien oder Marokko.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)

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