Handfeste Gemeinsamkeiten

FDP-Sprecherin Nicole Bracht-Bendt besucht proWerkstätten Himmelsthür

Hildesheim. Nicole Bracht-Bendt ist Frauen- und Senioren-politische Sprecherin der FDP im Bundestag, doch ursprünglich hat sie etwas ganz Handfestes gelernt. Und so fühlte sich die Tischlergesellin ausgesprochen wohl bei ihrem Besuch in den proWerkstätten Himmelsthür. Beide Arbeiten, ob in einer anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder in einer Tischlerei, haben etwas Wichtiges gemeinsam, wie die Politikerin aus Buchholz feststellte: „Man sieht abends, was man geschaffen hat.“

Die FDP-Gäste besuchten auch den Second-Hand-Verkaufsbereich an der Eduard-Ahlborn-Straße. Von links: Walburga Schwabe, Michael Kriegel, Ulrich Stoebe, Nicole Bracht-Bendt, Angelika Wesener und Kurt Richter.

Mit Nicole Bracht-Bendt kamen auch die Hildesheimer FDP-Mitglieder Michael Kriegel, Hans-Werner Papst und Laura Hoffmann sowie Walburga Schwabe aus Völksen zu Besuch. Ulrich Stoebe, Direktor des Mutterunternehmens Diakonie Himmelsthür, gab zunächst einen Überblick über die Angebote des Unternehmens an mehr als 20 Orten in Niedersachsen und stellte das Konzept der Inklusion vor. „Wir müssen nicht alles, was wir haben, abbrechen, aber wir müssen Alternativen schaffen – im Sozialraum, bedarfsorientiert“, so Stoebe.

Die Produktionsräume an der Eduard-Ahlborn-Straße in der Nordstadt gehörten zum Konzept, die Angebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf mitten in die Stadt hineinzubringen, sagte Werkstattleiter Kurt Richter. Ein größerer Teil der insgesamt 450 Beschäftigten der proWerkstätten habe den Arbeitsplatz aber noch am traditionellen Standort in Sorsum. Hinzu kommen so genannte „ausgelagerte Arbeitsplätze“ in Handwerkbetrieben, Baumärkten oder Altenheimen. Denn Ziel sei letztlich die Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Werkstattleiter Kurt Richter und Direktor Ulrich Stoebe führten Nicole Bracht-Bendt durch die Produktionsräume (vorne von rechts).

Richter ging auch auf Probleme der Werkstätten ein. Es sei nicht leicht, passende Aufträge für die Beschäftigten zu bekommen, zumal oft kurze Lieferfristen verlangt würden, die die behinderten Menschen nicht erfüllen könnten. Deshalb versuche die Diakonie-Tochter, eigene Ressourcen zu nutzen, indem sie beispielsweise Stellen in der angegliederten Bio-Landwirtschaft in Sorsum oder im Verkauf von Second-Hand-Kleidung an der Eduard-Ahlborn-Straße schaffe.

„Wir haben in diesem Jahr viel erreicht und wir sind stolz darauf“, sagte Angelika Wesener als Sprecherin der Beschäftigten. Von den Politik-Gästen wünschte sie sich eine bessere finanzielle Absicherung der Beschäftigten von Werkstätten für Menschen mit Behinderung und eine bessere Busanbindung für die Produktionsräume in der Nordstadt.

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite) 

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