Bischof Meister: Kirche und Gewerkschaften sind „geborene Sozialpartner“

Hannover (epd). Kirchen und Gewerkschaften sind nach Ansicht des hannoverschen Landesbischof Ralf Meister „geborene Sozialpartner“. Das Erfurter Urteil zum Arbeitsrecht in der Kirche zwinge beide Seiten an einen Tisch, sagte Meister der „Evangelischen Zeitung“, die zum Sonntag in Hannover erscheint. Das Urteil sei zwar für beide Seiten eine „Zumutung“, sollte aber als Herausforderung angenommen werden.

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hatte am 22. November Streiks in Kirche und Diakonie zugelassen, wenn die Kirche bestimmten Regeln in ihrem Arbeitsrecht nicht nachkommt. Dazu gehört nach Ansicht der Richter eine Beteiligung der Gewerkschaften bei den Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen und Gehälter. Dies war bislang nicht üblich.

Meister sprach sich in der Zeitung für ein Tarifwerk Soziales aus: „Alle Kräfte, die im Sozialbereich wirken, sind aufeinander angewiesen und müssen Kompromisse finden.“ Kirche und Gewerkschaften sollten unter Beibehaltung des kirchlichen Arbeitsrechtes, dem „Dritten Weg“, einen angemessenen Lohn für die Beschäftigten anstreben. Nur so könne einer drohenden „Abwärtsspirale der Löhne“ begegnet werden.

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