„Fast schon dramatische Veränderungen“

Kirchenkreistag Hildesheimer Land-Alfeld tagt zum letzten Mal – Bilanz der beiden SuperintendentInnen

Landkreise Hildesheim und Hameln-Pyrmont. Die Menge der gravierenden Neuerungen war so groß, dass Superintendent Christian Castel aus Elze sie noch einmal in übersichtlicher Form zusammenfassen musste: In den zurückliegenden Jahren hat der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld zwei Kirchenkreis-Verbandsgründungen erlebt, zwei Fusionen der Kirchenämter, eine Kirchenkreisfusion und im Alfelder Bereich drei SuperintendentInnen – eigentlich vier, wenn man das Jahr mit kommissarischer Leitung hinzurechnet. Dabei wurden zwei Sondermodelle der Betreuung durch SuperintentInnen erprobt.

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Das Leitungsduo des Kirchenkreises, Katharina Henking aus Alfeld und Christian Castel aus Elze, dankte dem Vorsitzenden Bernd Leonhard stellvertretend für den ganzen Vorstand für die geleistete Arbeit.

„Das alles ist kein Pappenstiel“, sagte Christian Castel in seiner Bilanz der sechsjährigen Amtsperiode des Kirchenkreistags, die mit Ablauf dieses Monats endet. „Ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sich das Gesicht der evangelisch-lutherischen Kirche im Raum Hildesheim deutlich, vielleicht sogar fast schon dramatisch verändert hat.“Am Montag tagten die Delegierten im Hildesheimer Kirchenamt zum letzten Mal. Auch die Besetzung dieses Kirchenkreistags war einzigartig. Durch die Fusion der ehemaligen Kirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land im Januar 2011 und die damit verbundene Zusammenlegung der beiden Führungsgremien entstand „das größte Parlament, das die Landeskirche je hatte“, wie der Vorsitzende Bernd Leonhard betonte.

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Der Vorsitzende Bernd Leonhard attestierte den Delegierten des Kirchenkreistags eine gute Arbeit . Fotos: Neite

In der kommenden Legislaturperiode wird es wieder auf normale Maße zurückschrumpfen und 80 statt zuletzt 161 Mitglieder haben. Mehr als 100 bisherige Delegierte, viele davon ehrenamtliche Mitarbeitende der Kirche, scheiden aus. Bernd Leonhard, Christian Castel und Superintendentin Katharina Henking dankten ihnen für ihr Engagement. „Teilweise haben wir Sie sehr strapaziert“, sagte Bernd Leonhard

Einigkeit herrschte darin, dass die Fusion zu einem Riesenkirchenkreis mit rund 80.000 Mitgliedern sehr reibungslos verlaufen sei. Ob im Vorstand oder in den Ausschüssen des Kirchenkreistages: Die früheren Grenzen hätten bei den Entscheidungen nie eine Rolle gespielt.

Von großer Dankbarkeit sprach auch Katharina Henking. Sie ging im zweiten Teil des so genannten „Ephoralberichts“ – dem Resümee der SuperintendentInnen – auf das Modell des Leitungsduos mit Christian Castel ein, das nach wie vor in der Landeskirche einmalig ist: „Die Doppelspitze funktioniert nicht nur, sie läuft gut. Sie hat sich als wetterfest erwiesen und ist auf kurvenreicher Strecke nicht ins Schlingern gekommen.“ Wichtige Punkte im Jahresverlauf seien die Besuche des Landesbischofs Ralf Meister und des Landessuperintendenten Eckhard Gorka sowie der gelungene Pfarrkonvent in Erfurt gewesen.

Durch die vielen Veränderungen habe man viel erreicht, schloss Christian Castel, nun könne das Tempo ein wenig gedrosselt werden. Castel: „Ich denke, es ist an der Zeit, das Erreichte zu festigen und uns endlich wieder verstärkt unserem eigentlichen Auftrag zuzuwenden.“

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)

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