Beistand in schweren Momenten

Lothar Tietz als evangelischer Krankenhaus-Seelsorger in Gronau eingeführt

Gronau. „Nicht nur der Arzt ist gefragt, sondern auch der Seelsorger“, weiß Diakon Lothar Tietz. Das war vor 2000 Jahren so, als Jesus in Kapernaum einem gelähmten Menschen erst die Sünden vergab und ihn dann heilte. Bis heute hat sich nichts daran geändert, deshalb wird die evangelische Seelsorge im Gronauer Johanniter-Krankenhaus auch nach dem Ruhestand von Pastor Wilfried König fortgesetzt. Mit einem Gottesdienst in der Eingangshalle des Krankenhauses wurde Lothar Tietz am Mittwoch offiziell als sein Nachfolger eingeführt und gesegnet.

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Superintendent Christian Castel führte Diakon Lothar Tietz als Krankenhaus-Seelsorger in Gronau ein. Foto: Neite

Seelischer Beistand sei gerade in schwierigen Situationen wichtig, und die gebe es bei Krankenhaus-Aufenthalten ja immer wieder, sagte Superintendent Christian Castel. Aus diesem Grund habe sich der Kirchenkreis entschieden, die Stelle zu finanzieren, obwohl noch nicht klar sei, ob oder in welcher Höhe sich die Landeskirche an den Kosten beteiligen werde. „Ich weiß, dass auch die Grünen Damen in diesem Haus sehr viel tun“, so Castel, doch auch für die ehrenamtlichen Helferinnen sei die Unterstützung durch einen Seelsorger wichtig.

Er sei ja schon eine Weile in Gronau im Dienst, erzählte Lothar Tietz, und habe in dieser Zeit bereits einige neue Kontakte knüpfen können. „Es macht Freude und Spaß und tut mir auch gut“, sagte der gebürtige Kasseler. Zum Gronauer Krankenhaus habe er auch persönlich eine besondere Beziehung, weil hier sein Sohn zur Welt gekommen sei.

In seiner Ansprache würdigte Lothar Tietz den Einsatz des Pflegepersonals, der Grünen Damen von der evangelischen Krankenhaushilfe und auch der Angehörigen der Patientinnen und Patienten. „Das ist ein Hand-in-Hand-Arbeiten“, so Tietz über die Zusammenarbeit mit den Grünen Damen: „Da entwickelt sich etwas, und es ist wertvoll.“

Erfahrungen im klinischen Bereich bringt Lothar Tietz aus Alfeld mit, wo er schon seit 2003 als Krankenhaus-Seelsorger aktiv ist. Diese Aufgabe behält er auch in Zukunft, ebenso wie einen Stellenanteil als Diakon in Lamspringe. Das ergibt drei verschiedene Arbeitsbereiche, „das ist auch anstrengend“, wie der 58-Jährige einräumte. Im Gronauer Krankenhaus hält er jeden Freitag eine Andacht und kommt zu Krankenbesuchen auf die Zimmer.

Der Seelsorger sorge mit dafür, dass die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Wärme und Geborgenheit fänden, sagte Johanniter-Oberin Bärbel König. Beinahe ebenso wichtig sei die Unterstützung der Angehörigen und der Mitarbeitenden. „Vielen Dank, dass Sie da sind, Herr Tietz“, beschloss die Oberin ihren Willkommensgruß.

 Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)

 

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