Eckhard Gorka als Preis für Himmelsthür

Landessuperintendent besucht die Paulusgemeinde 

Hildesheim. Die evangelische Paulusgemeinde in Hildesheim-Himmelsthür hat einen Preis für Kreativität in Empfang genommen: in Gestalt von Landessuperintendent Eckhard Gorka. Er feierte mit den HimmelsthürerInnen und Pastorin Ulrike Blanke den Gottesdienst und hielt die Predigt. Sein Besuch war der versprochene Gewinn für das besondere Engagement der Gemeinde beim Werben für eine hohe Wahlbeteiligung zur Kirchenvorstandswahl im Frühjahr 2012.

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Landessuperintendent Eckhard Gorka besuchte die Paulusgemeinde in Himmelsthür als Anerkennung für deren Engagement bei der Kirchenvorstandswahl. Foto: Barth

Sich selbst als Preis auszuloben, das sei ja ein recht „keckes Vorhaben“ gewesen, gab Landessuperintendent Gorka zu. Der eigentliche Gewinn sei auch vielmehr der Rückhalt, den der neue Kirchenvorstand durch die Aktion in der Gemeinde für seine Arbeit erfahren habe.

Die Paulusgemeinde hatte einen Bleistift als Symbol der Abstimmung gewählt. Dieses Symbol tauchte bei den Einladungen zu Veranstaltungen wie der Vorstellung der Kandidaten immer wieder auf. Im Anschluss an einen Gottesdienst wurden dann Gemeindemitglieder zusammen mit überdimensionalen selbstgebastelten Bleistiften vor der Kirche fotografiert, um für die Wahl zu werben. Die Bilder gutgelaunter Menschen hingen in den Schaukästen aus und dokumentierten die Unterstützung der Gemeinde für ihre Kandidaten.

An der Gewinnaktion des Landessuperintendenten hatten sich elf Gemeinden beteiligt. Die Ergebnisse seien so beeindruckend gewesen, dass gleich drei erste Preise vergeben wurden, erklärt Eckhard Gorka. Sie gingen nach Holzminden, Hameln und Giften. Die Paulusgemeinde erhielt einen zweiten Preis – der allerdings genauso aussehe wie der erste, verriet der Landessuperintendent. Der Sprengel Hildesheim-Göttingen konnte bei den Kirchenvorstandswahlen mit 22,75 Prozent die höchste Wahlbeteiligung in der Landeskirche Hannovers verzeichnen.

„Licht und Finsternis greifen ineinander“, sagte Eckhard Gorka in seiner Predigt zum Übergang in die Passionszeit. Der erwachsene Glaube müsse Widersprüche und unbeantwortete Fragen ertragen. Dieser Glaube sei vergleichbar mit einer Boje, die Orientierung biete, obwohl ein Teil von ihr und ihre Verankerung im Grund des Meeres dem Auge verborgen bleibe

Kreativitätsschub geht weiter: Vernissage und Bilderversteigerung

In der Paulusgemeinde hat der Erfolg ihrer Aktion offenbar einen kreativen Schub ausgelöst: Zum Besuch des Landessuperintendenten fand gleichzeitig eine Vernissage mit Versteigerung statt. Kirchenvorstandsmitglied Gabriele Dannenberg hatte den Einfall gehabt, die verschiedenen Kreise und Gruppen der Gemeinde Fliesen bemalen zu lassen. Die Begeisterung sei zuerst sehr verhalten gewesen, erinnerte sich KV-Kollegin Hannelore Pinkepank. „Wir können nicht malen“, behaupteten viele.

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Sie freuen sich über den Besuch des Landessuperintendenten und über den Erfolg ihrer kreativen Aktion: Gabriele Dannenberg, Pastorin Ulrike Blanke, Margarete Drömann und Hannelore Pinkepank.

Doch dann hätten Spaß und Gemeinschaftsgefühl bei dieser künstlerischen Herausforderung gesiegt. 20 bunte, fantasievolle Werke, zusammengesetzt aus insgesamt 298 quadratischen Kacheln, wurden schließlich in Kirche und Gemeindesaal ausgestellt. Manche der Maler hätten erst bei der Vernissage gesehen, wie ihre eigene Fliese im fertigen Bild wirke, erklärte Pastorin Ulrike Blanke. Wer eines der Werke erwerben möchte, kann bis Ostern Angebote im Gemeindebüro abgeben. Der Höchstbietende erhält das Bild. Die Einnahmen kommen der Paulusstiftung zugute, erklärte deren Vorsitzende Margarete Drömann.

Zugunsten der Stiftung wurden schon bei der Vernissage zwölf Fliesen versteigert, die Gemeindemitglied Helga Blüschke für diesen Anlass bemalt hatte. Stilisierte Engel, Blumenmotive und ganze Landschaften hatte sie mit Porzellanfarbe auf den kleinen Kacheln untergebracht. Zuerst schien die Versteigerung nicht recht in Gang zu kommen, doch dann wurden die Gäste beim Bieten warm und schließlich hatte Norbert Siegel für jedes kleine Kunstwerk einen Abnehmer gefunden. Rund 270 Euro kamen so in die Kasse der Stiftung.

Text und Bild: Ralf Neite, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt

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