Gemeinden mit Zukunft

Superintendent Christian Castel zieht positive Bilanz seines Besuchs in der Kirchenregion Söhlde

Bettrum. Die Zeichen der Zeit sind in der Kirchenregion Söhlde erkannt – zu dieser Überzeugung ist Superintendent Christian Castel nach seiner 14-tägigen Visitation gekommen. In der St. Martin Kirche in Bettrum zog er in einem Festgottesdienst Bilanz.

gespraech[1]
Nach dem Visitationsgottesdienst: Zeit für Gespräche mit Superintendent Christian Castel.
„Ich habe viele engagierte und hoch motivierte Menschen getroffen“, sagte Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld. Zu der Kirchenregion Söhlde zählen neun Ortschaften mit sechs Kirchengemeinden und zwei Kapellengemeinden. Vorbildlich fand er die Zusammenarbeit der Gemeinden Hoheneggelsen-Feldbergen-Bettrum und Söhlde-Himstedt-Nettlingen. „Gemeinsam wird hier geplant und gestaltet und auch mit der Nachbarregion Schellerten zusammengearbeitet“, so Christian Castel.

Während mancherorts noch versucht wird, möglichst viele Gebäude in Kirchenhand zu erhalten, hätte man hier frühzeitig nach Lösungen gesucht und sich im Zweifelsfall auch von Gebäuden getrennt, lobte Castel. Beim Treffen mit 130 kirchlichen Mitarbeitenden nahm der Superintendent allerdings auch unzufriedene Stimmen wahr. Dass die Umstellung der Haushaltsabrechnung auf das neue System der so genannten Doppik bislang nicht reibungslos funktioniere, erschwere die Arbeit im Alltag doch erheblich.

Schwer beeindruckt hat ihn jedoch die große Zahl der Jugendlichen, die sich an einem Freitagabend mit der Bibel beschäftigten. „In dem Alter hatte ich andere Dinge im Kopf“, gibt der Superintendent freimütig zu. Die Jugendlichen spielten einzelne Szenen aus dem 1. Buch Mose nach. „Es war spürbar, dass hier nicht Leute zusammengerufen wurden, weil ich da war. Es war eine tolle Atmosphäre“, so Christian Castel weiter.

Die gute Arbeit der drei Hauptamtlichen, Pastor Eckhard Hallemann, Pastor Gebhard Naumann und Regionaldiakon Axel Steiner, werde auch hier sichtbar. Klar ist dem Superintendenten auch, dass ohne Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen einige Veranstaltungen in der Kirchenregion Söhlde gar nicht möglich wären.

hauptamtliche[1]
Pastor Gebhard Naumann, Superintendent Christian Castel, Regionaldiakon Axel Steiner und Pastor Eckhard Hallemann. Fotos: Reese
Christian Castel nutzte im Visitationsgottesdienst die Gelegenheit, Werbung für den Beruf des Pastors zu machen. „In den nächsten Jahren gehen wir auf einen gravierenden Mangel an Pastoren und Pastorinnen zu“, bemerkte er. Er sprach direkt die Jugendlichen im Gottesdienst an: “Überlegt es mal – trotz mancher Veränderungen in den letzten Jahren ist Pastor zu sein noch immer ein toller Beruf“.

„Was hier passiert, ist schon außergewöhnlich. Nur an wenigen Stellen findet man Vergleichbares vor“, sagte der Superintendent zusammenfassend über seinen Besuch im Nordosten des Kirchenkreises. Und er fügte hinzu: „Eine Kirchenregion, in der Kinder und Jugendliche eine solche Rolle spielen, ist lebendig und hat Zukunft“.

Text und Fotos: Kultur & Kommunikation (Bettina Reese)

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