Lutherkirche wieder eingeweiht

Bemalung des Kirchenschiffes seit 2009 abschnittsweise verwirklicht.

Holzminden. Die Innenrenovierung der Holzmindener Stadtkirche ist abgeschlossen. Am Sonntag Lätare wurde nach acht Wochen Bauzeit die Lutherkirche wieder eingeweiht. Der festliche Gottesdienst wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Hanns-Werner Grote und von der Kantorei der Luthergemeinde unter der Leitung von Sybille Groß musikalisch gestaltet. Pastorin Anne-Katrin Bode und Superintendent Ulrich Wöhler konnten Landessuperintendent Eckhard Gorka aus Hildesheim als Prediger in Holzminden begrüßen. Weit über 500 Besucher ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die Wiedereröffnung mitzuerleben.

Lutherkirche Begrüßung
Pastorin Anne-Katrin Bode, die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Claudia Schmidt, Superintendent Ulrich Wöhler und Landessuperintendent Eckhard Gorka bei der Einweihung der renovierten Lutherkirche Holzminden.

Die Gottesdienstbesucher standen geduldig bei feinem Regen vor der verschlossenen Kirchentür, sangen schon einmal von einer kleinen Bläsergruppe begleitet – Lobe den Herren. Dann gab die Restauratorin Frau Berghof-Ising den Schlüssel der Kirche an die Gemeinde zurück. Die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Claudia Schmidt dankte allen Beteiligten und reichte den Schlüssel an die Küsterin Barbara Hofmann weiter. Erst darauf öffneten sich die Flügeltüren der Lutherkirche. Unter den festlichen Klängen von Orgel und Bläsern zogen die Besucher in ihre Kirche ein und freuten sich an den ersten Eindrücken der frisch vermalten Kirche. Konfirmanden trugen Kerzen, Bibel und Blumen in das Gotteshaus, mit denen sie jetzt den Altar schmückten.

Der kräftige Gesang von Chor und Gemeinde, der vielstimmige Bläserklang und das lang vermisste Orgelspiel führten durch einen Gottesdienst, der von Dank und Freude geprägt war.

Landessuperintendent Eckhard Gorka gratulierte den Holzmindenern zum Abschluss der Arbeiten und dankte für Mühen und finanziellen Einsatz für die Erhaltung ihres Wahrzeichens. Dabei erinnerte er daran, dass Wahrzeichen sich mit dem Anspruch auf Wahrheit verbinden. Solange die Gottesdienste danach fragten, sei diese Kirche zu Recht Wahrzeichen der Weserstadt. Der Hildesheimer Regionalbischof gestand ein, dass der Namensgeber der Lutherkirche wenig Wert auf Schmuck und Äußerlichkeiten gelegt habe. Gleichwohl sei es aller Anstrengungen wert, dass die Menschen eine Heimat fänden, in der sie ihren Glauben finden und versichern können. Anhand der neutestamentlichen „Brotrede“ Jesu skizzierte er das Leben als eine Aneinanderreihung von Brotgeschichten, die jeder aus eigenem Erleben erzählen könne. Er zeigte sich überzeugt, dass die Kirche, wie eine Bäckerei, Brot backe das die Menschen für ihr Leben brauchten. Eindringlich forderte er die Gemeinde auf, nicht zu kleine Brötchen zu backen.

In den Abkündigungen dankte Pastorin Anne-Katrin Bode noch einmal allen Spendern, Sponsoren, Förderverein, Kirchenvorstand, Handwerkern und Helfern. Namentlich wurde Küsterehepaar Barbara und Wolfgang Hofmann für ihre Begleitung der Arbeiten und die Wiederherstellung der Kirche, mit Blumen und einem Wein zum Feierabend, gedankt.

Obwohl keine Grußworte vorgesehen waren, waren Vertreter der Nachbargemeinden aus der Stadt in der großen Besucherschar, die nach dem Gottesdienst ihre Glückwünsche überbrachten und den Abschluss der Arbeiten bewunderten und diskutierten. Derweil waren die Tische im Gemeindehaus dicht besetzt; die Luthergemeinde hatte zur Feier des Tages zum Mittagessen eingeladen. An diesem Tage musste man niemandem die Bedeutung des Sonntagsnamens erklären: Laetare – freuet euch.

Lutherkirche 20130306 (15)
Die wieder ausgemalte Lutherkirche in Ockertönen und paradiesischen Blumenranken mit Vögeln.

Die Restaurierung der Lutherkirche hatte 1995 mit der Wiederherstellung der historistischen Ausmalung des Chorraumes begonnen. Seit 2009 konnte abschnittsweise die Bemalung des Kirchenschiffes verwirklicht werden. Für den letzten Abschnitt war noch einmal ein Finanzvolumen von 80.000 Euro nötig. Der Förderverein Lutherkirche hatte in den letzten Jahren einen Großteil der notwendigen Gelder mit unterschiedlichen Aktionen eingeworben, unter anderem mit einem Aktionstag mit Sponsorenlauf im Sommer 2012.

Text und Fotos: Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s