Auf zu neuen Insel-Ufern

Regionaldiakonin Vera Bäßmann in Coppenbrügge feierlich verabschiedet

Coppenbrügge. Am Sonntag (7. April) ist Regionaldiakonin Vera Bäßmann nach 22 Jahren Kirchenarbeit in Coppenbrügge verabschiedet worden. Mit einem unkonventionellen Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche nahm die Kirchenregion Ith Abschied von ihrer langjährigen Mitarbeiterin. Ab Juni wird die 45-Jährige eine Stelle auf der Ostsee-Insel Usedom antreten. „Ich bin eine Wasser-Fanatikerin“, erklärt sie ihren Weggang. „Ich dachte: Wenn ich jetzt den Absprung nicht schaffe, wann dann?“

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Regionaldiakonin Vera Bäßmann (links) nahm Abschied von den Gemeindemitgliedern.

Dabei verlässt sie die Region nur ungern. Das grüne Weserbergland, die Menschen, ihre Arbeit – Bäßmann hat all das lieben gelernt. Aber das Verlangen nach neuen Herausforderungen sei letztlich größer gewesen: „Ich bin ein sehr umtriebiger Mensch, jetzt brauche ich mal etwas Neues.“ Ihre Stelle in Coppenbrügge ist bislang die einzige in ihrer Vita. Das ändert sich nun. Auf Usedom wird sie als Gemeindepädagogin arbeiten. Die Aufgaben entsprechen denen einer Diakonin. Die Kinder- und Jugendarbeit wird auch weiterhin ihr Schwerpunkt bleiben.

Der Liebe wegen zog Bäßmann, die in Hüllhorst in Ostwestfalen geboren wurde, in die Region Hannover. Seit 1991 ist sie in Coppenbrügge tätig. Zunächst als Diakonin im Kirchenkreis Elze-Coppenbrügge. Seit dem Zusammenschluss der drei Kirchengemeinden Coppenbrügge, Ith und Ith-Nesselberg im Jahr 2001 ist sie Regionaldiakonin. Den großen Verantwortungsbereich nahm sie mutig an: „Das gab mir die nötige Freiheit zum Gestalten.“

Ihre Aufgaben waren vielfältig: Religionspädagogische Projekte, Kindergottesdienste, Betreuung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden, Konfirmandenarbeit, Kinder- und Jugendfreizeiten – die Liste ist noch länger. Zuletzt war sie an der Konzeption des Evangelischen Familienzentrums in Coppenbrügge beteiligt. Das Zentrum vereint Beratungsstellen für verschiedenste Altersgruppen. Ein persönliches Highlight ihrer Arbeit ist die Konfirmandenfreizeit 2012 gewesen. „Das war schon eine Knaller-Geschichte“, so Vera Bäßmann. Mit knapp 50 KonfirmandInnen und 20 Jugend-TeamerInnen aus allen drei Gemeinden fuhr sie nach Silberborn im Solling.

„Entscheidend ist aber nicht, was Vera Bäßmann geleistet hat“, sagte Superintendent Christian Castel beim Gottesdienst, „sondern, wie sie es gemacht hat – auf eine fröhliche und einfühlsame Art.“ Sie habe die Menschen zueinander gebracht. Auch Pastor Peter Frost, Pastor dankte Vera Bäßmann für viele „wichtige Impulse“, die sie der Region gegeben habe. Ihre Offenheit und Ehrlichkeit werde er vermissen.

Das Motto des Gottesdienstes, „Alle in einem Boot“, passte gut. Das Kirchenschiff war prall gefüllt mit Gemeindemitgliedern aller Altersstufen, die einen ungewöhnlichen Gottesdienst erlebten. Neben mehreren Musik-Darbietungen wurde die Predigt als szenische Darstellung auf die Kirchen-Bühne gebracht. Kinder Es wurde viel geklatscht und gelacht. Sichtlich berührt und den Tränen nahe nahm Vera Bäßmann Abschied von der Gemeinde. Jetzt geht es auf zu neuen Ufern. Superintendent Castel sprach stellvertretend für viele an diesem sonnigen Nachmittag: „Wir lassen sie nur äußerst ungern gehen. Wir werden sie vermissen.“

Text und Foto: Kultur & Kommunikation (Christoph Möller) 

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