Glücklicher Kirchenkreis Göttingen

Kirchenkreistag Göttingen beschließt Haushalt 2013 in Höhe von 32 Millionen Euro – im Ganzen 1,5 Millionen Euro mehr Zuweisung von der Landeskirche

Göttingen. Hoher Besuch kam am 13. Juni aus Hannover ins St. Johannis-Gemeindehaus nach Göttingen. Oberlandeskirchenrat Dr. Rolf Krämer, der  Finanzchef der Landeskirche, hatte sich vorgenommen, einiges Grundsätzliches zur finanziellen Lage der Landeskirche und des Kirchenkreises zu referieren. Daneben gab es für dessen Parlament den Haushalt 2013 zu beschließen.

Rolf Krämer OLKR Finanzen
Oberlandeskirchenrat Dr. Rolf Krämer bei seinem Vortrag über die Finanzsituation der Landeskirche vor dem Kirchenkreistag Göttingen / Bild: Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen, Karl-Otto Scholz

In seinem Vortrag mit dem Thema „Finanzverantwortung der Landeskirche und die Auswirkungen auf den KK Göttingen“ lobte er zunächst die Hebung der Kirchensteuer als ein „effizientes Instrument“. Die Landeskirche müsse selbst keinen großen Verwaltungsapparat aufbauen. Das mache der Staat für sie mit. „Im Jahr zahlen wir allerdings etwa 20 Mio. Euro Kirchensteuer für diese Amtshilfe.“ Durch die aktuelle Finanzkrise sei es allerdings bei manchen Stiftungen zu Schieflagen gekommen. Sie litten unter den geringen Zinsen, so Krämer. Aber: gegen die Stiftungsmüdigkeit werde die Landeskirche in den nächsten Monaten wieder ein Ermutigungsprogramm auflegen.

Zur Haushaltsentwicklung der Landeskirche führte Rolf Krämer aus, die Ende der 90er Jahre einsetzende defizitären Finanzentwicklung habe durch das synodale Aktenstück 98 ab dem Jahr 2004 wieder in eine positive Richtung geführt werden können. Die Landeskirche erwarte dementsprechend für 2014 einen Jahresüberschuss von 13,5 Mio. Euro. Über die letzten Jahre hinweg gesehen seien die Kirchensteuereinnahmen in einer Seitwärtsbewegung: „Nominal sind die Einnahmen heute genauso hoch wie 1992, allerdings mit geringerer Kaufkraft.“ Dieser Finanzkraftverlust könne auf etwa 30% beziffert werden.“ „Glücklicher Kirchenkreis Göttingen“ weiterlesen

Klosterkirche Fredelsloh: Guter Besuch bei Lucia Steigerwald

Fredelsloh. Um die 2000 Menschen werden bis zum Wochenende die Ausstellung von Lucia Steigerwald und der GEDOK in der Klosterkirche in Fredelsloh besucht haben. Die Bilanz der letzten Wochen ist sehr positiv. Aus weiten Teilen Deutschlands haben Menschen den Weg extra ins Töpferdorf auf sich genommen, um die Ausstellung zu sehen. Neue Kontakte sind geknüpft, neue Bilder sind ent-deckt worden. Geschichten und Erinnerungen wurden ausgetauscht. Das Konzert der GEDOK zu Bildern Steigerwalds war ein unvergessliches Erlebnis – unter den Zuschauer auch viele Künstlerin-nen aus Hannover. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen in Fredelsloh, die viele Stunden Aufsicht in der Klosterkirche geleistet hatten.

Bis Sonntag, 16. Juni, haben Besucher die Gelegenheit, die Ausstellungen anzuschauen. Die Finis-sage ist im Anschluss an einen besonderen Gottesdienst: Um 3 in der Klosterkirche hält Landessu-perintendent Eckhard Gorka einen Gottesdienst zum Thema Fantasie. Anschließend um 16.00 Uhr findet die Finissage in der Kirche statt – mit einer kleinen Überraschung unter der Leitung von Matthias Pahmeier.

Das Gedenkjahr Lucia Steigerwald ist jedoch nicht zu Ende. Weitere Bilder der Malerin sind vom 17. Juni bis zum 17. August im Café Klett ausgestellt – dort, wo sie viel Zeit mit ihrer Freundin, der Töpferin Helma Klett verbrachte. Am 17. August, am Todestag Steigerwalds, wartet Fredelsloh mit weiteren Angeboten auf. Das Programm ist im Internet oder im Faltblatt nachzulesen: http://www.klosterkirche-fredelsloh.de/lucia100

Text: LS-PD

Herausforderungen der Entjüngung

Konvent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld diskutiert demographische Entwicklung der Gesellschaft

Elze/Blankenburg. Die Menschen in den Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld mögen sich gewundert haben. Mehrere Tage lang waren PastorInnen und andere Hauptamtliche in ihren Gemeinden und Arbeitsstellen nicht anzutreffen. Des Rätsels Lösung: Sie alle haben sich zu einem mehrtägigen Konvent im thüringischen Blankenburg versammelt. Im Zentrum standen die Herausforderungen, die der demographische Wandel mit sich bringt: Was heißt das für die Gemeinden, wenn die Gesellschaft immer älter wird?

Fröbels Kindergarten in Blankenburg
In Blankenburg besuchte die Gruppe aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld auch den 1840 von Pastor Friedrich Wilhelm August Fröbel gegründeten Kindergarten, der weltweit als erste Einrichtung dieser Art gilt.

Hauptreferent Prof. Dr. Wilfried Mau, Leiter des Instituts für Rehabilitationsmedizin an der Universität Halle-Wittenberg, sprach anders als so viele Kommentatoren nicht von einer Überalterung, sondern vielmehr von einer „Entjüngung“ der Gesellschaft. Das Problem, so Mau, sei nicht, dass es mehr alte Menschen gebe. Die Zahl junger Menschen nehme ab. „Es liegt also nicht daran, dass die Alten nicht sterben wollen“, konkretisiert Superintendent Christian Castel aus Elze scherzend. Superintendentin Katharina Henking aus Alfeld unterstützt den Ansatz, lieber von Entjüngung zu sprechen, denn: „Es ist ganz klar, dass der Begriff Überalterung schon eine Wertung enthält.“

In Arbeitsgruppen wurden die verschiedenen Facetten der Problematik diskutiert, angefeuert auch durch den zweiten Impulsvortrag über „Kirche und Diakonie“, den Ulrich Stoebe als Direktor der Diakonie Himmelsthür hielt. Einig waren sich die 42 Kirchenmitarbeitenden, dass die Entwicklung sich nicht nur auf die Pflege, sondern auch auf das Gemeindeleben auswirkt. Gerade in den Dörfern wachse die Anzahl einsamer alter Menschen, weil die Jungen wegziehen, so Katharina Henking. „Oft ist dann niemand da, der die Veränderungen bis hin zur Demenz wahrnimmt“, ergänzt Christian Castel.

Allerdings müsse man auch die positiven Seiten des Wandels erkennen. Heute blieben viele Menschen bis ins hohe Alter aktiv, schrieben beispielsweise noch mit über 80 Jahren eine Promotion. Darauf müsse sich die Kirche mit ihren Angeboten einstellen, ein klassischer Altenkreis sei nicht mehr attraktiv, so Katharina Henking und Christian Castel. Die SeniorInnen von heute bevorzugten offene Angebote. „Vor allem gemeinsame Frühstücke boomen überall“, berichtet Katharina Henking.

Die Kirche könne die aktiven SeniorInnen viel stärker einbeziehen, findet Christian Castel. Ein Schlüssel sei es, ihnen größere Mitgestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. „Da haben wir aber noch keine fertigen Konzepte“, gesteht der Superintendent. Der Konvent sei erst ein Einstieg gewesen. Nun müsse die Übertragung in den Gemeindealltag folgen.

Ein weiteres Ziel des Treffens im Haus der Evangelischen Allianz war es, das Gefühl der Zusammengehörigkeit unter den PastorInnen, DiakonInnnen, KirchenmusikerInnen und Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks zu stärken – immerhin ist die Fusion der Altkirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land gerade erst zweieinhalb Jahre her. So nahmen sich die TeilnehmerInnen auch für gemeinsame Aktivtäten wie eine Stadtführung durch Blankenburg und einen Ausflug nach Jena Zeit. Und es gab reichlich Musik. Katharina Henking: „Wir haben jetzt den Reichtum von zwei KreiskantorInnen, die immer wieder vierstimmig mit uns gesungen haben.

 Text: Kultur & Kommunikation (Ralf Neite)

 

Kirchenmusikalischer Gottesdienst für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten

Göttingen. Egal ob Elbe, Saale oder Donau – egal ob Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Bayern oder Sachsen – die Bilder aus den Überschwemmungsgebieten in Deutschland sind bedrückend und schockierend, lösen Bestürzung und Mitleid aus.

Das gesamte Ausmaß der Schäden ist derzeit noch gar nicht absehbar. Obwohl die Hochwasserscheitel erreicht sind, gibt es noch keine Entwarnung. Den Menschen vor Ort muss in ihrer Situation geholfen werden.

Darum beschäftigt sich der ganze Gottesdienst am kommenden Sonntag, dem 16. Juni 2013 um 10 Uhr in der St. Johanniskirche Göttingen mit dem Hochwasser in Deutschland. Auch Superintendent Friedrich Selter wird in seiner Predigt auf diese Thematik eingehen und deutlich machen, dass es gerade die Aufgabe von Christinnen und Christen ist, an solchen Stellen zu helfen. Im Gottesdienst selbst geschieht dann ein Spendenaufruf.

An der besonderen Gestaltung dieses Gottesdienstes wirken Bernd Eberhardt (Orgel), Tobias Ackerschewski und Marten Bock (Trompeten) mit. Sie spielen Werke des Barock von Vivaldi, Buxtehude und Vejvanovsky. Die Musiker unterstützen mit ihrem musikalischen Beitrag den Spendenaufruf. Von ihnen kam die Idee zu diesem Gottesdienst.

Spendenkonto:

Spenden sind auch direkt an die Diakonie-Katastrophenhilfe, Kontonummer 502502 bei der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft, BLZ 210 602 37 Stichwort: „Fluthilfe“ möglich. Aktuelle Informationen sind unter http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de zu finden.

Text: Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Göttingen, Andreas Overdick

Programm auf drei Bühnen beim großen Sommerfest

Hildesheim-Sorsum. Zu ihrem großen Sommerfest lädt die Diakonie Himmelsthür am Samstag, 22. Juni, nach Sorsum ein. Zwischen 13 und 17 Uhr werden drei Bühnen nonstop bespielt, außerdem gibt es Ponyreiten, Marktstände, Mitmachaktionen für Kinder und vieles mehr. Wie in den zurückliegenden Jahren werden auf dem Finkenberg mehr als 1000 Gäste erwartet.

Das Bühnenprogramm beginnt um 13 Uhr mit einem Auftritt der japanischen Trommelgruppe Nanami Daiko. Um 13.30 Uhr wird traditionell ein Open-Air-Gottesdienst gefeiert, mitgestaltet vom Chor der Luise-Scheppler-Schule. Anschließend eröffnen Regionalgeschäftsführerin Judith Hoffmann und Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp das Sommerfest offiziell.

Tanz- und Zauberervorstellungen, Walkacts des TPZs, Modenschauen, Musik einer Cajon-Trommelgruppe und der inklusiven Jugendband „Auf dem Weg“, ein Mitmalangebot der Künstlergruppe Wilderers, Sitztanz zum Mitmachen und das Ensemble mit Blinden und Sehenden „Blinde Passagiere“ aus Hamburg sorgen den ganzen Nachmittag für Unterhaltung.

Text: Kultur & Kommunikation

 

Brahms in Paris: Noch Anmeldungen möglich

Die Anmeldefrist für die Konzertreise der SingAkademie Niedersachsen nach Frankreich hat sich um einen Monat verlängert. Sängerinnen und Sänger, die Interesse haben, vom 2. bis 10. Oktober an Konzerten in Straßburg und Paris mitzuwirken, können sich noch bis zum 30. Juni anmelden. Grund der Verlängerung der Ausschreibung ist ein Wechsel in der Reise-Organisation.

Der Projekt wird mit „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der Fassung für Solo-Sopran und Solo-Bariton, Chor, zwei Klavier und Pauken auftreten. Das Werk soll in zwei prominenten Konzertorten präsentiert werden: In Straßburg gastiert die SingAkademie im Münster, in Paris in der zentral gelegenen Konzertkirche St. Eustache. Ein Vorkonzert wird es in Kehl am Rhein geben. Claus-Ulrich Heinke dirigiert, Heidrun Heinke bereitet den Chor stimmbildnerisch vor.

Nähere Informationen
finden sich auf der Homepage http://www.singakademie-niedersachsen.de. Anmeldungen sind ab sofort per Email unter „anmeldung@singakademie-niedersachsen.de“ möglich.

Text: Kultur & Kommunikation

Kostenloser Bandworkshop für Jugendliche in Alfeld am 22. August

Alfeld. Einen Bandworkshop organisiert erstmals die evangelische Kirchenkreiskantorin Christina Raschdorf. Am 22. August können Jugendliche Basis-Tipps für die Arbeit in einer Band kennen lernen. Musiker der Band „Sacretones“ aus Hagen geben Erfahrungen aus erster Hand weiter. Interessierte können sich noch bis zum 26. Juni anmelden.

Viele Jugendliche haben schon erstaunliche Fähigkeiten auf ihrem Instrument, hat Christina Raschdorf beobachtet, aber sie spielen es nur zu Hause – für sich allein. Besonders für sie ist der Workshop gedacht: Hier können sie ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit anderen einen gemeinsamen Sound zu erschaffen. Zugleich erhalten sie Ratschläge, worauf in einer Band besonders zu achten ist, wenn man/frau singt, Keyboards, Gitarre, Bass, Schlagzeug oder andere Instrumente spielt. Außerdem gibt es ein Coaching für die Bühnenperformance.

Die christliche Popband „Sacretones“ gastiert im Rahmen ihrer Niedersachsen-Tour am 22. August in Alfed, ihr Konzert beginnt um 20 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche. Vorher geben die sechs Musiker auf Einladung der Kantorin einen zweistündigen Workshop von 16.30 bis 18.30 Uhr im Lutherhaus. Die Teilnahme ist kostenlos, und wenn der Workshop gut läuft, können die Jugendlichen abends im Vorprogramm auftreten.

Christina Raschdorf hofft, mit dem Angebot den Startfunken für die Gründung einer neuen Band zu geben. Dass dann sehr schnell ein Proberaum und Equipment benötigt würden, ist ihr klar. „Aber wenn wir wirklich Leute finden, die Spaß daran haben, muss es auch einen Weg geben, das zu ermöglichen“, sagt Christina Raschdorf optimistisch. Anmeldungen per E-Mail an die Adresse: kirchenmusik.alfeld@web.de

Text: Kultur & Kommunikation