Klosterkirche Fredelsloh: Guter Besuch bei Lucia Steigerwald

Fredelsloh. Um die 2000 Menschen werden bis zum Wochenende die Ausstellung von Lucia Steigerwald und der GEDOK in der Klosterkirche in Fredelsloh besucht haben. Die Bilanz der letzten Wochen ist sehr positiv. Aus weiten Teilen Deutschlands haben Menschen den Weg extra ins Töpferdorf auf sich genommen, um die Ausstellung zu sehen. Neue Kontakte sind geknüpft, neue Bilder sind ent-deckt worden. Geschichten und Erinnerungen wurden ausgetauscht. Das Konzert der GEDOK zu Bildern Steigerwalds war ein unvergessliches Erlebnis – unter den Zuschauer auch viele Künstlerin-nen aus Hannover. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen in Fredelsloh, die viele Stunden Aufsicht in der Klosterkirche geleistet hatten.

Bis Sonntag, 16. Juni, haben Besucher die Gelegenheit, die Ausstellungen anzuschauen. Die Finis-sage ist im Anschluss an einen besonderen Gottesdienst: Um 3 in der Klosterkirche hält Landessu-perintendent Eckhard Gorka einen Gottesdienst zum Thema Fantasie. Anschließend um 16.00 Uhr findet die Finissage in der Kirche statt – mit einer kleinen Überraschung unter der Leitung von Matthias Pahmeier.

Das Gedenkjahr Lucia Steigerwald ist jedoch nicht zu Ende. Weitere Bilder der Malerin sind vom 17. Juni bis zum 17. August im Café Klett ausgestellt – dort, wo sie viel Zeit mit ihrer Freundin, der Töpferin Helma Klett verbrachte. Am 17. August, am Todestag Steigerwalds, wartet Fredelsloh mit weiteren Angeboten auf. Das Programm ist im Internet oder im Faltblatt nachzulesen: http://www.klosterkirche-fredelsloh.de/lucia100

Text: LS-PD

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Turbulenter Weg zur Reformation

1542 feierte Johannes Bugenhagen den ersten evangelischen Gottesdienst mit den Hildesheimern: Ausstellung in der Andreaskirche

Hildesheim. Johannes Bugenhagen betritt die Andreaskirche, um in Hildesheim den ersten evangelischen Gottesdienst abzuhalten: In einem Wandgemälde, das einst die Hildesheimer Rathaushalle zierte, stellte ein Künstler die Szene voller Würde und Andacht dar. Doch tatsächlich war es ein zäher Kampf über Jahrzehnte, ehe die Reformation auch in der Bischofsstadt Einzug hielt. Uwe Merten, Küster der Andreaskirche, hat sich lange mit dem turbulenten Weg zur Hildesheimer Reformation befasst und eine Ausstellung dazu zusammengetragen. Sie wird am Pfingstsonntag im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst in der Andreaskirche eröffnet und ist dann bis zum 31. August zu sehen.

Küster Uwe Merten und Pastor Detlef Albrecht vor dem Kirchenportal, durch das einst Johannes Bugenhagen die Andreaskirche betrat. Das Wandgemälde aus der Hildesheimer Rathaushalle, das diesen historischen Tag darstellte, ist heute nur noch als Stich erhalten.

In den Städten ringsum hatte die Lehre Martin Luthers sich längst durchgesetzt, als in Hildesheim noch immer evangelische Lieder, Predigten und Schriften verboten waren. Mit Hausdurchsuchungen und Bücherverbrennungen ging die Stadt dagegen vor, ließ Anhänger der neuen Lehre einsperren oder aus der Stadt weisen, evangelische Prediger von der Kanzel zerren. Es sei vor allem der damalige Bürgermeister Hans Wildefüer gewesen, hat Uwe Merten bei seinen Recherchen erfahren, der die katholische Kirche in Hildesheim beharrlich gegen die Reformatoren verteidigte. Erst nach seinem Tod im Dezember 1541 habe die evangelische Lehre in Hildesheim offiziell Einzug gehalten. „Turbulenter Weg zur Reformation“ weiterlesen

➯ Anne Frank heute

Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung in der St. Jakobi-Kirche in Hildesheim am 5.9.2011

„Diese Ausstellung ist zeitgleich in Hildesheim, Buenos Aires und Durham zu sehen“. Thomas Heppener, der Geschäftsführer des Anne-Frank Zentrums Berlin kommt direkt aus Nürnberg, sein ICE hat eine halbe Stunde Verspätung. Superintendent Helmut Aßmann begrüßt ihn herzlich am Ende seiner Ansprache im Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung. Heppner hatte dort einen Workshop geleitet zur Frage, wie man Prävention gegen Rechtsextremismus auf dem Land in Bayern leisten kann. Hier in Hildesheim führt er in die Anne-Frank-Ausstellung ein, die am vergangenen Montag in der St. Jakobikirche eröffnet wurde. Er spannt den Bogen von der Geschichte ins heute und aktualisiert immer wieder die Stationen aus dem Leben der Anne Frank in die Gegenwart. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Parteiverbot der NPD und das Buch von Sarrazin sind einige der Themen, die er aufnimmt. Mit diesen Impulsen sendet er die zahlreichen Besucher auf den Weg durch die Ausstellung.

Sophie, Patricia, Carolin und Noemi führen Schulklassen durch die Anne-Frank-Aussellung

Diese können sich Informationen von Schülerinnen holen, die letzte Woche in einem Workshop dafür ausgebildet wurden, Schulklassen und Jugendgruppen selbständig durch die Ausstellung zu führen. Über 20 Klassen haben sich bereits angemeldet und werden noch bis zum 29. September von diesem Angebot Gebrauch machen. Drei Mitarbeiter des Anne-Frank Zentrums aus Berlin haben die Schülerinnen ausgebildet. „Wir haben hier viel gelernt, was wir weiter geben können. Viele Inhalte und auch Methoden, wie man mit Gruppen arbeiten kann, das war toll, der Workshop hat viel Spaß gemacht“, sagen Patricia und Carolin, die beiden die zehnte Klasse der Marienschule besuchen. Sie freuen sich schon auf die Klassen, die sie durch die Ausstellung führen werden, einige Plätze sind noch frei und können über den Kirchenkreisjugenddienst Hildesheim gebucht werden (Tel. 05121-167530).
Die Ausstellung ist nach zehn Jahren zum zweiten Mal in Hildesheim. „Dass im Juni 2010 parallel zum europäischen Michaelisfest in Hildesheim ein Neonazi-Aufmarsch stattfinden konnte, das hat uns sehr betroffen gemacht. Da müssen wir was tun!“, sagt Dietrich Waltemate, Kreisjugendwart, der gemeinsam mit Diakonin Katrin Bode die Ausstellung organisiert hat. Es gibt ein anspruchsvolles Begleitprogramm mit vielen Kooperationspartnern. Die AG „Vernetztes Erinnern“ der VHS lädt zu einer Spurensuche Hildesheim im Nationalsozialismus ein, die Friedrich-List-Schule macht einen Aktionstag zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ und beim Lernfest gibt es einen Stationenweg zu Anne-Frank. Im Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung haben drei Schülerinnen der hiesigen Anne-Frank Schule aus dem Tagebuch gelesen. Mit ihren Lehrerinnen haben sie diese Aktion gut vorbereitet und eingeübt. Die Besucher danken es ihnen und bleiben noch einige Zeit vor den eindrücklichen Ausstellungsobjekten, die dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte ein wenig erhellen.

➯ Ausstellung: Tilo Rausch in Göttingen

Ausstellung: Tilo Rausch in Göttingen

„Von Angesicht zu Angesicht“ – „Les gestes du bois“ / 11. bis 31. Mai 2011
Evangelisches Studienhaus (eshg) und Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Termine: Vernissage und Eröffnung in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am 11. Mai 2011 um 19.00 Uhr;
Führungen mit dem Künstler am 13. Mai um 10.00 Uhr in der UMG und um 14.00 Uhr im eshg

Regelmäßige Öffnungszeiten:
eshg: Montag – Freitag 9.00-14.00 Uhr
UMG: täglich 8.00-18.00 Uhr (Vor dem Andachtsraum des Klinikums / Bettenhaus 2, Ebene O)

Die Ausstellung zeigt zwanzig Schwarz-weiß-Fotografien zum Thema „Von Angesicht zu Angesicht“ in der UMG und fünfzehn Fotografien zum Zyklus „Les gestes du bois“ im Evangelischen Studienhaus (eshg). In einzigartiger und faszinierender Weise hat der Künstler aus der Sichtweise des Fotografen beide Themen umgesetzt und verschiedenste Stimmungen und Motive eingefangen.

„Von Angesicht zu Angesicht“ lädt gerade die Besucher, Mitarbeiter, Patienten und Angehörige in der UMG zum Verweilen, Nachdenken und Schmunzeln ein. Dort das ausgemergelte und zerfurchte Gesicht des Kriegsveterans, dort das Liebespaar oder Vater und Sohn. Auf leichte und einfühlsame Weise will Rausch zum Nachdenken über das „Menschsein“, die eigene Biografie, das menschliche Leben an sich anregen.

Ganz anders die „les gestes du bois“. Hier geht es um Schöpfung und Schaffensprozesse in der Werkstatt des Schreiners und Tischlers. Intime Einblicke in den Umgang und das Verarbeiten mit Holz. Der Fotograf schaut hier den Handwerkern über die Schulter und hat mit seiner Foto-Linse stille, poetische Momente eingefangen.

Das Evangelische Studienhaus, die Klinikseelsorge und die UMG zusammen mit der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) laden zu einem Rundgang und Besuch der Ausstellung und Begegnung mit dem Künstler ein.

Zum Künstler Tilo RAUSCH – künstlerische Photographie

Seit nunmehr 23 Jahren übt Tilo Rausch die Photographie berufsmässig aus. Die Leidenschaft nahm ihren Lauf bereits im Alter von 16 Jahren während eines Parisaufenthaltes. Im Anschluss daran erhielt er eine Auszeichnung der Photokina, später in Frankreich den Ilford Photopreis. Im Laufe der Zeit wurden viele Aufnahmen als Postkarten, Kalender, Agenden, Bücher und in diversen Medien veröffentlicht (u.a. Heye Verlag, Ackermanns Kunstverlag, Schoeffling&Co, Artcolor). In Frankreich befinden sich zahlreiche seiner Aufnahmen in öffentlichen Sammlungen.

Zur aktuellen Ausstellung schreibt Tilo Rausch:
„die ausstellung ‘von angesicht zu angesicht’ beinhaltet das thema des menschlichen antlitzes. es geht um symbolhafte portraets in schwarz-weiss, die ihre individuellen biografien reflektieren und die menschen in den verschiedensten lebenssituationen darstellen: z. b. eine mutter und ihr soeben zur welt gebrachter sohn, der kriegsveteran, ein grossvater mit seinem kleinen enkelsohnoder eine putte mit einem auge als engelssymbol. mit diesen stillen bildnissen moechte ich den betrachter zur meditation ueber unser menschsein und, was wir daraus machen, einladen.

in der ausstellung ‘die geste und das holz’ geht es um eine poetische reportage, die ich in verschiedenen holzwerkstaetten hier in der auvergne realisiert habe. es handelt sich dabei um eine bildhafte schilderung der persoenlichen arbeitsatmosphaeren verschiedener moebeltischler. mir kam es besonders darauf an, die innigkeit und intimitaet der beziehung des materials holz und des menschen darzustellen. (im gegensatz zur entfremdeten beschaeftigung). darueber hinausgehend geht es fuer mich in dieser ausstellung um grundlegende werte: schoepfungskraft, hingabe, ausdauer.“

➯ Herzberger Kirche zeigt Ikonen

Herzberger Kirche zeigt Ikonen

Herzberg/Kr. Osterode (epd). Die evangelische Christuskirche in Herzberg gibt zu Beginn der Fastenzeit Einblicke in die Welt des orthodoxen Christentums. Von Aschermittwoch bis zum 13. März sind dort Ikonen des österreichischen Bildhauers und Malers Leo Pfisterer zu sehen, teilte Gemeindepastor Dietmar Dohrmann mit. Gezeigt werden Arbeiten aus Bronze sowie gemalte goldstrahlende Ikonen in traditioneller Weise.

Musikalisch besonders gestaltete Gottesdienste sollen die Ausstellung begleiten. Am Aschermittwoch um 19 Uhr stellt Herzberger Kantorei zur Eröffnung der Ausstellung Elemente aus der orthodoxen Liturgie vor. An diesem Freitag singt ein Göttinger Chor eine traditionelle gregorianische Vesper. Am Sonntag sind orthodoxe Gesänge und Gospelmusik im Gottesdienst geplant.

Pfisterer hatte 2009 eine Skulptur mit Christus und dem Apostel Johannes für die Gemeinde geschaffen, die seitdem in der Christuskirche aufgestellt ist. Die Ikonen-Ausstellung ist nach Angaben der Gemeinde täglich von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd), Landesdienst Niedersachsen-Bremen, Knochenhauerstr. 38/40, 30159 Hannover, Telefon: 0511/1241-701 Fax: 0511/32 33 13 E-Mail: hannover@epd.de